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Black Books

Black Books ist der Buchladen von Bernard Black, und natürlich ist er viel mehr als das. Er ist gleichzeitig Biotop, Refugium, Hölle und Paradies in einem. Einen kleinen Einblick gewährt Mr. Bernard Black himself  hier in der Interaktion mit drei friedliebenden Fußball-Freunden aus London - "Which one of you bitches wants to dance?" Der Clou an der ganzen Begegnung ist natürlich, dass Bernard (anders als der arme Manny zu Anfang des Clips) es aus wohlüberlegten Gründen darauf anlegt, vermöbelt zu werden. Denn er hat über seiner Steuererklärung brütend einen kleinen Ausweg gefunden, nämlich für im Veranlagungszeitraum schwer verletzte Veranlagungspflichtige. Und natürlich lässt sich daraus, nachdem man vergeblich versucht hat, sich ein Körperteil abzusägen, ein trefflicher Plan generieren. Was soll man auch tun, wenn der eigene Steuerberater auf den Namen Nick Voleur hört? Also sozusagen als telling name der doppelt gemoppelte Dieb? Und ähnlich wie hier alles im Schiefgehen noch gelingt, geht ansonsten vieles im Gelingen völlig schief. Insbesondere deutlich wird das, wenn man Bernard Black einmal um einen gefallen bitten muss. Zum Beispiel, dass er während der eigenen Abwesenheit  mal auf ein haus aufpassen soll - und sich am Weinkeller bedienen darf. Wunderbar ist auch die Episode, in der im Laden eine Alarmanlage und ein Sicherheitsschloss installiert wird. Es liegt natürlich auf der Hand, wer im Besonderen durch das Schloss ausgesperrt wird. Zentrale Figuren sind Bernard Black, der Buchhändler, Manny Bianco, Buchhalter auf der Suche nach einem Karrierewechsel und Fran Katzenjammer, der der Laden "Nifty Gifty" neben Black Books gehört. Alle drei geraten immer wieder in abstruse Verwicklungen, stolpern übereinander, prügeln und versöhnen sich (sozusagen). Alles ist auf eine Pointe am Ende jeder Episode hin angelegt, aber das soll uns nicht weiter stören. Es stört uns auch nicht. Es sind nämlich ein paar wirkliche Klassiker dabei. Das ganze Ausmaß der selbständigen Tätigkeit des Bernard Black wird sofort offensichtlich, wenn man einmal den Umgang mit den Kunden ganz am Anfang der Serie betrachtet. Hier kann man noch ein Lektion über die Servicewüste Deutschland lernen. Sie sieht nämlich im direkten Vergleich gar nicht einmal so wüst aus.

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