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Doctor Who 199 "The Next Doctor"

Ja, das ist noch so ein Christmas Special mit dem Doctor, bei dem man nicht so recht weiß, wie einem geschieht beziehungsweise in wie viele Worte man das Geschehen fassen soll. Es geht zunächst sehr merkwürdig los, an diesem Weihnachten, wie es sich aber für einen nächsten Doktor gehört. Der Doctor trifft nämlich in London so ziemlich genau ums Jahr 1851 oder so herum auf einen Doctor. Das erstaunt ihn natürlich, nicht minder aber den Zuschauer, und der Zuschauer ist sogar auch noch sehr enttäuscht, was für ein trauriger Tränensack denn da eine Inkarnation des Doktors sein soll. Das hat die Welt ja noch nicht gesehen. Es geht zwar gleich sehr lustig los, denn beide werden von einer Art Cybertier ziemlich durch die Gegend geschleift und geschliffen, und einzig das beherzte Eingreifen der geistesgegenwärtigen Companion des neuen komischen Doktors kann es verhindern, dass beide schwer aus dem Fenster stürzen, aber na ja. Nach und nach wird man auch immer misstrauischer. Zwar weiß der nächste Doktor fast alles, was ein nächster Doktor so wissen müsste, aber eben nicht alles. Zum Beispiel hat er eine recht eigenwillige Vorstellung von einem sonic screwdriver. Man bekommt so langsam aber sicher ein wenig Mitleid mit dem Kerl. Zum Beispiel, wenn man seine TARDIS sieht. Irgendwie wirkt der Doctor nicht ganz hasenrein, auch wenn er sich dem Kampf gegen die Unholde beherzt stellt. Doch alles ist dann am Ende doch sehr tragisch. Der so genannte Doctor ist mehr so eine Scheinfigur, und das erkennt er nach und nach auch, und er hat größere Verluste hinnehmen müssen als manch anderer. Aber es mündet in einen Ausgang mit einem ganz starken Akzent auf "Ende gut, (fast) alles gut". Und der Cyberking? Und das ganze drumherum? Das kommt natürlich sehr spektakulär daher bis hin zur Rettung Londons (das ja offenbar durch die Geschichte hinweg, gerade und ausgerechnet nun auch an Heiligabend, immer den größten Heimsuchungen ausgesetzt ist) vor dem Fall des Riesenungeheuers. In letzter Sekunde und mit viel spektakulärem Feuerwerk und Krachbumm. Und einer Freudenträne im Knopfloch.

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