Homeland

Homeland galt eine Zeit lang vielen Menschen als die beste Serie der Welt, ist aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht unumstritten. Hier halten wir Stück um Stück Rückschau auf die einzelnen Episoden der verschiedenen Staffeln und gestalten nach und nach einen kleinen Episodenführer erstellen. Die beiden Hauptcharaktere der ersten Staffel werden von Claire Danes und Damian Lewis dargestellt, aber mit von der Partie sind auch Inara Serra aus "Serenity", na ja eigentlich Morena Baccarin und Inigo Montoya aus "The Princess Bride" - der Wahrheit halber natürlich der Schauspieler Mandy Patinkin. Das ist eine interessante Bande und einiges in der Serie ist auch nervenzerfetzend. Dass es hinter den Kulissen tüchtig gekracht haben mag, ist jetzt für uns weniger interessant, denn das kann man sicher auch aus den Klatschspalten der einschlägigen Boulevard-Erzeugnisse zu Bereich Film und Fernsehen ausreichend entnehmen. Wir gucken mal einfach die Serie an als handele es sich bei uns um einigermaßen typische Durchschnittsseriengucker. Wir versuchen daher auch nicht zu viele Dinge zu spoilern, falls jemand die Serie noch nicht kennt und sie vielleicht einmal sehen möchte.

Homeland Staffel I Episodenführer

Homeland Staffel I Episodenführer

In der ersten Staffel von Homeland verfolgen wir die ersten Ereignisse, die die Leben von Carrie Mathison und Nicholas Brody auf schicksalhafte Weise zusammenführen.

Homeland 1x01 Der Verdacht / Pilot

Im Pilotfilm der Serie "Homeland" werden natürlich zunächst die wichtigsten Elemente präsentiert und diejenigen Charaktere vorgestellt, die über die nächste Zeit für die Handlung von einiger Bedeutung sind. Hier zeichnen sich in einiger Deutlichkeit auch bereits die in der Figurenkonstellation angelegten Konflikte und Verwirrungen ab, anhand derer sich die Handlung in der ersten Staffel entspinnen kann. In gewisser Hinsicht werden auch die wichtigsten Figuren schon in ihrer ganzen Schwäche dargestellt, können aber auch (im Sinne der vor der Serie liegenden Figurenvergangenheit) in ihrem Weg aus dem Universum bis zum Punkt t0, an dem die Serie einsetzt, beobachtet werden. Es beginnt auch unmittelbar damit, dass die Protagonistin Carrie ganz deutlich als eine Figur auf der Kippe gezeigt wird, die irgendwo auf dem schmalen Grat zwischen großem und bemerkenswertem Erfolg und schmerzhaftem Versagen liegt. Das gilt in beruflicher wie in persönlicher Hisicht (letzteres wird aber erst gegen Ende der Pilotfolge deutlich). Carrie wird von Anfang an als jemand gezeichnet, der im Zweifelsfall weiter geht als seine Befugnis im Augenblick erscheinen, dafür aber auch in ihrer geheimdienstlichen Tätigkeit weiter kommt als andere - eine typische Getriebene.

Vertrauen in Homeland - eine rare Ware

Es ist für sie allerdings schwer, das dauernde Vertrauen, das andere in sie setzen müssen, zu rechtfertigen, denn dauernd überschreitet sie Grenzen. Vielleicht ist das aber auch nötig, um an die Geheimnisse hinter dem aus der Kriegsgefangenschaft befreiten Nicholas Brody zu gelangen. Was er mit sich herumträgt, erfährt in diesem Falle ja der Zuschauer noch am ehesten, so dass es so aussieht, als sei Carrie mit ihren Mutmaßungen nicht ganz so weit ab vom Schuss, wie es anderen erscheinen mag, insbesondere ihrem Vorgesetzten bei der CIA, David Estes. Aber nicht nur hier kann niemand niemandem trauen - wobei "trust" eines der ersten Worte ist, die im Film gesprochen werden. Brody weiß auch nicht, was er von der Konstellation während seiner achtjährigen Kriegsgefangenschaft (fast so lange wie in Life)halten soll, seine Kinder kennen ihren Vater kaum, und Brodys Frau hatte sich etwas anders eingerichtet in der Zwischenzeit und weiß auch nicht so genau, wen sie da zurück hat - und in welchem Zustand. Carries Mitarbeiter im halblegalen Milieu sind auch nicht sicher, ob sie sich auf sie verlassen können, ihr alter Boss Saul Berenson traut ihr auch nicht immer, obwohl er ihr alles zutraut. Und letzten Endes hat Carrie auch zu sich selbst und ihrem riskanten Verhalten nicht immer Vertrauen.

Homeland 1x02 Die Garage / Grace

Nachdem sich im Pilotfilm "Der Verdacht" ein Verdacht anschickte, sich in Homeland breit zu machen, wird er uns hier noch eine ganze Weile begleiten. Es ist ja auch so, dass auf verschiedenen Ebenen hier von unterschiedlichen Arten des Verdachts die Rede ist. Alle verhalten sich ja auf jeweils eigene Art verdächtig, und es ist weiterhin kaum jemandem zu trauen. es scheint zwar nicht so zu sein, dass sich die anfänglichen Verdachtsmomente Carries erhärten, aber es kommen immer weitere Beobachtungen hinzu. Saul scheint irgendetwas gegen einen Richter in der Hand zu haben, und der Abhöraktion wird zwar kein Segen, aber doch ein Anschein von Legalität gegeben, indem quasi post hoc eine Genehmigung des Lauschangriffs vorgenommen wird. Carrie und Virgil ertappen Brody auch fast genau so oft beim Lügen wie Carrie selber lügt - und andauernd werden Leute in Gefahr gebracht.

In Homeland verfolgt jede Person ihre eigene Agenda

Alle scheinen eine eigene Agenda zu verfolgen, und es ist nicht klar, wie sehr denn diejenigen, die immer vorgeben, im gleichen Boot zu sitzen, tatsächlich an einem Strang ziehen. Mit Brody selber haben verschiedene Leute unterschiedliches vor - und er selber fährt gegenüber seinem Kumpel "Uncle" Mike nicht zu Unrecht aus der Haut. Ob das aber seine eigene Haut retten wird? Das ist schwierig zu bestimmen, denn nach der Eskalation eingangs der Epidode macht sich Brody anstellig, einen ganzen Tag spazieren zu gehen, um dann in einer Plastiktüte etwas zu kaufen. Und er schafft den Inhalt an den einzigen Ort, der Carries Überwachung nicht zugänglich ist - dennoch weiß der Zuschauer und die Zuschauerin wieder Bescheid, denn Zweck und Nutzen werden gezeigt. So hat die Garage als Zufluchtsort Brodys eine ganz eigene Funktion, und am nächsten Tag macht er wohl das, was alle von ihm erwarten: Er tritt vor die Öffentlichkeit. Aber ob das alles wirklich so ist, wie es scheint? Oder ob das doch nur Sauls Verdacht bestätigt? Und was wird mit der nächsten angeworbenen Mitarbeiterin geschehen, der Carrie Unversehrtheit zusichert? Uns schwant ja Böses.

Homeland 1x03 Die Halskette / Clean Skin

Hier geht es wieder einmal ganz schön zur Sache. Man ahnt ja schon Schlimmes, weil in der letzten Folge von Homeland die eine angeworbene Mitarbeiterin von Carrie sich sehr unwohl gefühlt hat, noch einen Auftrag zusätzlich von Carrie anzunehmen. Und es soll auch alles ein schlimmes Ende nehmen. Aber das ist dem geneigten Zuschaue beziehungsweise der geneigten Zuschauerin ja schon recht früh bewusst. Zu viele Zeichen stehen da auf Sturm, und man kann sich irgendwie von außen wie in der Binnensicht nicht klar sein über die Absichten der Arbeitgeber von Lynne Reed (gespielt von Brianna Brown). Eigentlich lässt man sich auch als Zuschauer etwas hinters Licht führen, weil man, geschickt eingefädelt, ja doch bestimmte klischeehafte Erwartungen hat. Aber auch da wird man ein bisschen enttäuscht. Es bleibt aber alles ziemlich trostlos.

Kehrtwende bei Homeland - Brody gibt ein Interview

Währenddessen ist im Hause Brody ganz schön was los. Nicholas Brody bereitet sich auf das große Fernsehinterview vor mit der ganzen Familie, aber wie sein Tochter richtig bemerkt, ist das ganze Familienleben weit von dem Etikett "Musterfamilie" entfernt. Nicht zuletzt Dana ist es ja, die sich in gewisser Weise altersgerecht danebenbenimmt, aber so ganz wohl ist ihr dabei wohl selber nicht, und die Tätigkeiten ihrer Mutter gefallen ihr gar nicht so sehr. Auch im Schlafzimmer der Brodys ist alles nicht so wirklich als perfekt zu bezeichnen. Und wenn man vielleicht das Gefühl hatte, dass die Szene mit dem ersten Sex zwischen den Ehegatten schon schlimm war, dann wird es jetzt so schlimm, dass sogar Carrie einigermaßen peinlich berührt den Überwachungsmonitor wegdrehen muss. Ja, schlimmer geht es immer. Dafür scheint es aber zunächst so, als habe Brody durchaus Verständnis für die schwierige Situation, in der auch seine Familie durch seine Kriegsgefangenschaft und den vermuteten Tod geraten war. Aber ob das alles so richtig gefühlt ist? Brodys Frau scheint da ja nicht ganz sicher, aber die rebellische Tochter ist wohl eher ein bisschen auf Brodys Seite.

Homeland 1x04 Allein im Regen / Semper I

Der Titel der heutigen Folge von Homeland gibt ein wenig preis darüber, was eigentlich zählt im Leben. Der englische Titel ist ein Wortspiel, denn das Motto der Marines (deren Teil ja Nicholas Brody ist) lautet ja "semper fidelis" (immer treu), und jetzt bedeutet es durch das Personalpronomen ja eigentlich, dass es nur um eine einzige Person geht: ich / mich. Aber es ist ein wenig zweideutig, denn wieder kommen mehrere Charaktere auf eine Art und Weise vor, dass man meinen könnte, es gehe nur um diese. Zunächst ist es aber so, dass man erkennt, wie schwierig die Lage im Hause Brody ist, wie sehr die unaufgearbeitete Geheimnistuerei fällt und wie alle immer mehr darunter leiden. Parallel dazu ist aber die Spur, die in der letzten Folge aufgenommen wurde, recht vielversprechend. Carrie und Saul lagen mit ihrem Verdacht ja nicht falsch, dass die Geldtransaktion auf dunklen Wegen tatsächlich etwas mit der Finanzierung des vermuteten Terrornetzwerkes zu tun haben müsste. Aber die Ermittlung der wirklich verdächtigen Personen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Das politische Interesse an Nicholas Brody wächst in Homeland

Parallel dazu wächst das politische Interesse an Nicholas Brody. Das führt dazu, dass mit der Überwachung nicht mehr alles so weiter laufen kann wie bisher. Beim Abräumen der Anlage macht sich aber eine Sache schon bemerkbar. Carrie kann irgendwie den "Kontakt" zu Brody nicht einfach so sein lassen. Das führt gegen Ende zu einer sehr merkwürdigen Begegnung im Regen, bei der aber schon sehr schön gespielt ist, wie beide Figuren im jeweils anderen gegenüber wahrzunehmen scheinen, dass es einen verbindende Vergangenheit gibt. Man ahnt schon, wo das enden wird, aber es ist in dieser Folge nun mal als eine Art Cliffhanger konstruiert. Traurig stimmt aber, dass der wackere kleine Sohn von Brody auf allen Ebenen der Leidtragende des komischen Verhaltens aller um ihn herum zu sein scheint. Und er kann vielleicht von allen am allerwenigsten dafür. Und dass dann auch noch die Sache mit dem Reh passiert, bringt das Fass eigentlich ein wenig zum Überlaufen.

Homeland 1x05 Die Klinge / Blind Spot

Hier läuft in Homeland auf verschiedenen Ebenen etwas ab, und langsam wird auch der Zuschauer aus der Rolle des Allwissenden langsam verdrängt. Wir sehen allerdings immer mehr, wie es in den privaten Leben der Protagonistinnen und Protagonisten durcheinander geht. Aber auch im beruflichen leben aller geht es durcheinander. Niemand hat Zeit für die Leute, die wichtig sind, aber eigentlich haben alle Bedürfnisse, die sie gerne von anderen gestillt hätten. Aber alles läuft irgendwie wie immer ab, oder zumindest wie erwartbar. Während sich zum Beispiel bei Saul und Mira immer dasselbe zwischen sie schiebt, scheint Carrie auch immer nur zum selben Zweck ihre Schwester und ihren Vater zu besuchen. Und auch bei Brody kommt, kaum dass er wieder nach Hause zurück gekehrt ist, machen sich die gleichen Verfallserscheinungen bemerkbar. Keine Zeit für die wichtigen Dinge im Leben seines Sohnes. Stattdessen Betonung, wie toll er doch sei. Na ja, da kann der Sohn sich auch nichts für kaufen.

In Homeland werden Charaktere und Publikum gemeinsam verwirrt

Langsam beginnt aber das Verwirrspiel Brodys auch auf den Zuschauer überzugreifen. Während man sich seitens Carries und Sauls etwas Feines ausdenkt, um an Informationen über die Finanzierung des Terrornetzwerkes zu erhalten und man sogar in bestimmter Hinsicht sehr weit vordringt, werden die gemachten Anstrengungen gleich wieder torpediert, indem man aus vermuteter Menschenfreundlichkeit eine Situation schafft, in der der beinahe erzielte Erfolg gleich schon wieder zunichte gemacht wird. Das führt dann auch wieder zu einem Streit zwischen Saul und Carrie, der Haussegen bei den Brodys hängt immer noch schief, obwohl sich Frau Brody wohl Hoffnungen macht, irgendetwas könne sich zum Besseren wenden. Und Carrie hat es zwar eigentlich im Haus ihrer Schwester gut, aber es will ihr dennoch nicht gelingen, mit ihrer eigenen Situation ins reine zu kommen. Vielleicht sehen wir hier auch schon einen ersten Trigger für Extremsituationen? Am Ende der Folge sind jedenfalls ziemlich viele niedergeschmettert. Und möglicherweise hat einer einen Plan (vielleicht aber auch nicht), so dass es jedenfalls recht spannend bleibt, was den weiteren Fortgang der Dinge angeht.

Homeland 1x06 Lügen / The Good Soldier

Eine Mischung aus beiden Titeln wäre für diese Episode von Homeland wieder optimal gewesen, denn in der Tat geht es auf verschiedenen Ebenen um Lügen. Und um gute Soldaten. Wobei hier natürlich die Frage ist, ob es um "gut" im ethischen Sinne oder im Sinne "guter" Pflichterfüllung geht. Und diese Frage trifft wohl auf alle zu, die in dieser Homeland-Episode in irgendjemandes Diensten stehen. Zum einen wird ja ein Gedächtnisgottesdienst für Brodys Weggefährten Thomas Walker gehalten, und Brody weiß ja so gut wie der Zuschauer oder die Zuschauerin, wie es wirklich um die Geschichte mit Walkers Tod bestellt ist. Gleichzeitig geht es aber auch um die daheim gebliebenen beziehungsweise zurück gekehrten Soldaten und deren Verhalten gegenüber den Ehefrauen der vermissten Kameraden. Und dann kommt es noch zu einer super Idee von Carrie, die damit auch ihren Vorgesetzten David Estes gleich auch noch in einem Abwasch brüskieren kann. Um herauszubekommen, wie es mit dem gefassten Terrorist der letzten Episode von Homeland nach dem Verhör genau weiter gegangen ist, kommt Carrie auf die Idee, alle Kontaktpersonen einem Test mit dem Lügendetektor zu unterziehen. Dazu würde dann natürlich auch Brody gehören. Aus irgendwelchen Gründen, die aber nicht näher nachzuvollziehen sind, trifft sich Carrie dann aber mit dem nach einer Auseinandersetzung auf der Trauerfeier weggestürmten Brody und lässt alle Bedenken fallen. Und ihr Höschen gleich auch noch dazu. Da denkt man sich "das kann ja heiter werden", und genau so wird es dann auch. Brodys Familie ist zu Recht verschnupft, als Brody derangiert anderntags zurückkehrt, und der Test am Lügendetektor geht gleich auch noch völlig schief. Und das Pärchen, das sein Geld fürs Eigenheim aus dem Waschsalon erhalten hat, ist auf der flucht und gerät von einer Falle in die nächste. Denn möglicherweise ist auch dort nicht alles, wie es scheint. Zum Glück für Jessica Brody wird sie aber nicht selbst dem Lügendetektortest unterzogen, denn irgendwie rückt sie mit der Wahrheit ja auch nicht raus. Und sie scheint in der vergeigten Beziehung zu Brody auch noch mehr Zukunft zu sehen als dieser selbst. Oh jemine.

Homeland 1x07 Die Hütte am See / The Weekend

Nachdem man in der letzten Episode von Homeland, die mit dem Begriff "Lügen" im Deutschen beschrieben war, dachte, dass alle an den Lügen scheitern, wird man hier eines anderen belehrt. Es ist in der Tat nämlich noch viel schlimmer, wenn alle die Wahrheit zu sagen scheinen, denn entweder geht das völlig in die Hose oder es ist (weil vielleicht auch nur der Anschein der Wahrheit besteht) am Ende ein noch viel schlimmeres Lügengebäude. Bei Brodys zu Hause geht es drunter und drüber, und dass Brody jetzt auch noch ein Wochenende "familienfrei" nimmt, macht die Sache nicht besser, im Gegenteil. Insbesondere Dana hat schwer daran zu knapsen, auch Jessica ist nicht mehr so überzeugt, dass es weitergehen kann, und dann düst Brody mit Carrie noch kurz entschlossen ab. zunächst wird lustig getrunken und der eine oder andere White Supremacist kurzzeitig kampfunfähig gemacht, dann geht es aber weite in eine kleine Hütte am See. Hier sieht es so aus als kämen sich Brody und Carrie weiter näher. Sie erzählen einander Dinge und machen auch Sachen miteinander - aber durch ein unbedachtes Wort bricht irgendwie alles zusammen. Dabei kommt es aber zu einer Art Verhörszene, die das Verhör in Langley nachstellt, in dessen Zuge sich aber Carrie bereits verplappert hat und in dem Gemisch aus Unglaublichem und wahr Scheinendem sie sich jetzt volkommne verheddert, abgesehen davon, dass sie am Ende auch völlig alleine dasteht. Und Saul hat den Plan, die dem Tode entronnene Terroristin ganz alleine wieder aus dem Ausland zurück zu holen. Er vermag auf der unendliche langen Autofahrt auch höchst interessante Informationen aus ihr hervorzulocken, aber die brisante Information erscheint genau auf dem Höhepunkt des Konfliktes bei Brody und Carrie - und jetzt sehen alle ziemlich doof aus. Vor allem Saul und Carrie. Es ist auch nicht klar, wie beide mit der neuen Situation umgehen sollen, die die Verhältnisse vollkommen umkehrt, und es bleibt weiter spannend.

Homeland 1x08 Kameraden / Achilles Heel

Die letzte Episode von Homeland hat bereits mit einem sensationellen Krach geendet - diese endet mit einem sensationellen Kracher! Zunächst lässt sich alles aber ganz gut an. Brody scheint zu bemerken, dass ein wenig mehr Gelassenheit im Hause Brody vielleicht etwas gut tun würde, und so kommt er fast auch zu der Einsicht, dass es möglicherweise auch ein bisschen an ihm selber liegen könnte. Das Netz um den eigentlichen Terroristen scheint sich ein wenig mehr zusammenzuziehen. Brody ist ja (man verzeihe das etwas dusselige Wortspiel) tatsächlich ein wenig aus der Schusslinie geraten, weil die Sichtlinie auf dem Häuserdach doch einen unglaublichen Verdacht genährt hat, nämlich dass Brody sich zu Unrecht schuldig fühlt, mithin aber auch zu Unrecht unter falschen Verdacht geraten ist. Das führt dazu, dass Carrie ihn zu eigentlich nachtschlafener Zeit um Verzeihung bitten muss, was seine Ehefrau vermutlich nicht ganz zu Unrecht verdächtig stimmen muss. Dabei sah eigentlich alles ganz gut aus bis zu diesem Zeitpunkt. Für Saul nicht so, denn über die aufgeregte Jagd nach dem terroristischen Scharfschützen gerät ihm seine eigen Ehe so sehr unter die Räder, dass er die Abreise seiner Frau Mira nach Delhi nicht vermeiden kann. Und er patzt dann ausgerechnet noch am Abreisetag, aber das ist vermutlich typisch für die gesamte Ehezeit. Dafür geht es für die Brody auf einmal rasant bergauf. Wie schon der Sohn richtig bemerkt, ist endlich einmal kein Streit zwischen ihnen, und sie gehen sogar gemeinsam auf eine Party. Großes hat man mit Brody offenbar vor, seitens der CIA stellt sich auch niemand wirklich entgegen, denn Brody steht ja nicht mehr wirklich unter Verdacht. So schön läuft der Partybesuch, dass Brody auch zum ersten Mal seit Menschengedenken wieder im eigenen Bett zu schlafen scheint und man sogar einen Fernsehabend mit Popcorn aufscheinen sieht. Aber dann bekommt ein zwielichtiger Typ mit Diplomatenkennzeichen nächtlichen Besuch. Und man denkt am Ende der Folge: au weia!

Homeland 1x09 Issa / Crossfire

Während Carrie und Saul versuchen, das Debakel aus der letzten Folge von Homeland in den Griff zu kriegen, geht es an der Heimatfront für Nicholas Brody richtig zur Sache. Aber der Reihe nach. Carrie vermutet wohl nicht zu Unrecht, dass der von CIA und FBI gesuchte Scharfschütze Tom Walker in der Moschee klein Unbekannter war, die er auf seiner Flucht als Fluchtweg aufgesucht hat. Dort sind allerdings zwei unbeteiligte Kirchgänger beziehungsweise Moscheebesucher erschossen worden. Für die Hintebrliebenen scheint es aber ganz düster auszusehen, es sei denn, dass das FBI einen Fehler bei der Verfolgung Walkers einräumt. Eine verfahrene Situation. Dass Carrie zu unorthodoxen Mitteln greifen will, um das FBI zu düpieren und so an die Informationen zu kommen, geht Saul natürlich gegen den Strich. Aber eine andere, von ihm vorgeschlagene Taktik greift. Die Verteidigungslinie des Imams bröckelt: "ich kenne Tom Walker nicht und habe keinerlei Informationen über ihn, aber ich gebe sie Ihnen erst, wenn Sie mir auch etwas dafür geben!" Die geneigte Zuschauerin und der geneigte Zuschauer sind natürlich bereits im Bilde darüber, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zu geht, denn parallel wird, wie man schon ahnt, Brody Opfer seines letzten Manövers, mit dem die vorige Episode von Homeland ja fulminant endete.

Homeland - es bleibt spannend

Ihm wird aufgelauert, und er kann sich zunächst zwar zur Wehr setzen, muss der Übermacht aber dennoch nachgeben. Er wird verschleppt, ganz genau für wie lange ist nicht klar, aber es scheint der Länge nach (und dem Zustand der Einkäufe zufolge) irgendwie eher einige Stunden zu sein. Brody wird, wie auch die Zuschauenden noch einmal mit den Schicksalsstunden in Afghanistan konfrontiert. Das geht ziemlich zur Sache. So weit wir das mitbekommen, kann man also erkennen, wie Brody wieder auf die Spur gebracht werden soll, die er damals aufgenommen hat. Parallel dazu übt Tom Walker schlimme Dinge im Wald, wird dabei auch entdeckt, aber das bleibt ohne weitere Konsequenzen für ihn. Brody kommt nach Hause, ziemlich zerschunden, und die Vorhersage des Diplomaten aus Saudi-Arabien scheint einzutreten. Jemand aus dem Dunstkreis des Vize-Präsidenten (und ehemaligen CIA-Chefs) hat offenbar politisch Großes mit Brody vor. Und übrigens: Issa (der Deutsche Titel) wird im Englischen wie "Aissa" ausgesprochen.

Homeland 1x10 Der Kandidat / Representative Brody

Wir erinnern uns noch daran, dass man sich jetzt in Homeland der Sache Tom Walker etwas intensiver annehmen muss. Carrie und Saul hängen sich richtig in die Sache rein, und das Unternehmen scheint mit Unterstützung von Estes auch mit der nötigen Mannschaftsstärke ausgestattet zu sein. Eingefädelt wurde das ganze Verfahren durch eine gründliche Recherche des Saudi-arabischen Bekannten von Tom Walker aus der Moschee des Imams mit der unwiderstehlichen Informationspolitik. Eine andere, aber irgendwie ähnliche Masche fährt der gewiefte Nicholas Brody auf, um seinem Auftraggeber Genüge zu tun. Also zunächst hat Brody natürlich doch erst einmal fast die Hosen voll, als dunkle Typen sich seinem Haus nähern. Es sind allerdings andere dunkle Typen als die, die ihn in der vorigen Folge mit einer Tüte überm Kopf in die Villa geschleppt haben. Und dann tritt der Vizepräsident auf und macht Brody genau das Angebot, das ihm prophezeit wurde. Interessanterweise votiert ausgerechnet Jessica aber zunächst einmal dagegen, was Brody ziemlich in die Bredouille bringt.

Wird bei Homeland jetzt alles über Brody auffliegen?

Aber keineswegs ist Brody jetzt schachmatt. Er unternimmt sogar ein für seine Ausbildung geradezu übertrieben cleveres psychologisches Manöver, über dessen indirekte, aber darum umso effektivere Wirkung er sich eigentlich kaum im Klaren sein kann. Jedenfalls konfrontiert er parallel seinen ehemaligen Freund Mike und spannt ihn für seine Zwecke ein, mit einer erfreulich schmierigen Nummer, die auch wiederum bei Jessica sofort durchschaut wird und sie vielleicht über die hilflose Darbietung schlagartig weiter von Mike entfremdet, als es ein geschickteres Manöver je gekonnt hätte. Parallel dazu fertigt Brody auch noch Carrie ab, die das gar nicht so toll findet. Saul schmiert sich Cracker mit Erdnussbutter, und das ist vielleicht einer der traurigsten Höhepunkte der Filmgeschichte der Melancholie. Wer einmal gesehen hat, womit er die Cracker schmiert, wird es wohl nicht mehr vergessen. Und dann erklimmt Brody quasi in dem Moment die höchste Leiter des Erfolges, als Carrie in der Suche nach Tom Walker eine der größten Niederlagen erlebt.

Homeland 1x11 Die Weste / The Vest

In der heutigen Folge von Homeland sind beide Titel korrekt, der deutsche und der englische. Beide nehmen nämlich ausnahmsweise auf dasselbe Bezug, nämlich eine Weste. Diese wird von Nicholas Brody extra bei einem Schneider maßgefertigt, denn er braucht für seine anstehende Kandidatur eine angemessene Bekleidung. Das ganze Unterfangen verbindet er mit einem Familienausflug nach Gettysburg. Aber nicht nur veranstaltet er ein kleines Quiz für seinen Sohn und gibt interessante Kenntnisse über den Schlachtverlauf preis. Nein, er verhält sich auch noch äußerst merkwürdig, was zumindest seiner ziemlich klugen Tochter auffällt. Die glaubt ihm die Geschichte vom Geschenk, das er angeblich für ihre Mutter gekauft hat, natürlich und zu recht kein Wort. Parallel dazu erhöht sich der Druck auf die CIA. Denn der Vizepräsident will ja schließlich umgehend seine Kandidatur für das Präsidentenamt ankündigen. Der immer noch auf freiem Fuß befindliche Tom Walker und die mit diesem verbundenen Sicherheitsmaßnahmen stören dabei aber nur. Und da der Vizepräsident weiß, wie es um die CIA bestellt ist, weiß er ja auch so ein bisschen, wie er den Druck erhöhen kann.

Die erste manische Episode in Homeland

Parallel dazu hat Carrie ihre erste voll ausgespielte manische Episode. Das ist in gewisser Weise sehr bewegend, denn sie hat es in der Tat gerade nicht so besonders einfach. Sie hat nicht nur mit dem Verlsut Brodys zu kämpfen, sondern wurde ja auch gerade erst von Tom Walker in die Luft gesprengt. Der damit aber nicht zu erklärende Zustand versetzt Saul zusätzlich in berechtigte Panik, denn eigentlich bräuchte man Carrie dringend an Bord des Teams, das Tom Walker fassen soll. Der Clou an der ganzen Sache ist ja, dass Carrie in ihrem hyperaktiven Wahn ja in der Tat den langsameren (weil "normalen") Denkern die entscheidende Nasenlänge voraus ist. Saul kann das mit viel Mühe und Vertrauen auch gerade so nachvollziehen. Aber dann geschieht das Schicksalhafte, und mit einem unvorsichtigen Anruf bei Brody hat Carrie sich dermaßen schutzlos ausgeliefert, dass alles in einem fürchterlich beklemmenden Schlussakkord endet. Man erwehrt sich aber wiederum des Eindrucks nicht ganz, dass Brodys Schachzug psychologisch wiederum für seinen Charakter eine Spur zu clever ist.

Homeland 1x12 Marine One / Marine One

In dieser Episode von Homeland erhält man die volle Ladung. Und sie dauert auch deutlich länger als normal. Und spannend ist sie noch dazu. Aber der Reihe nach. zunächst fällt ja auf, dass die deutsche Betitelung der Folge genau so lautet wie die englische. Damit ist aber ein doppelter Sinn intendiert, der sich aber erst im Laufe der Episode ergibt. "Marine One" ist ja einerseits der Funkrufname der Helikopter, die gerade den Präsidenten der Vereinigten Staaten fliegen - aber hier geht es ja auch um zwei Marines (also Marine One and Two), nämlich Brody und Tom Walker. Das ist aber ein Zusammenhang, den Carrie erst im ALlufe der Episode ermittelt und dessen sie da gewahr wird. Die große Tragik der Episode liegt ja darin, dass Carrie, die nicht nur dem Wahnsinn immer näher kommt, sondern ja bisweilen schon in ihm untergeht, eigentlich zu jedem Zeitpunkt hellsichtig ist und zumindest ahnt, was gespielt wird. Aber weil sie eben auch eine bipolare Störung hat, schenkt man ihr keinerlei Glauben. Und so muss sie mit ihren Prophezeiungen nahezu zwangsläufig ins Leere rennen. Sie ahnt ja schon, das die Bemühungen der CIA, Tom Walker zu fangen, nicht weit genug greifen. Dabei sieht es auch für den Zuschauer so aus, als sei die Spur Tom Walkers die eigentlich heiße hier. Aber Carries Bemühen, die sozusagen Lücke im Lebenslauf Abu Nazirs zu schließen, erweist sich als richtiger Riecher. Saul weiß das auch, und die Tatsache, dass die Informationen, die das bestätigen könnten, sehr gut versteckt worden sind, ist nur noch eine größere Bestätigung des Verdachtes.

Das Ende der ersten Staffel von Homeland hat es in sich

Parallel dazu sieht der Zuschauer oder die Zuschauerin nämlich Brody auf seinem Weg in die Zerstörung. Stück um Stück, von der Videobotschaft angefangen über das seltsame Verhalten zu Hause bis hin zum angespannten inneren Konflikt in der Gefahrensituation wird Brody immer mehr in den Strudel der Gewalt gezogen. Dass es hier wiederum Dana ist, die ihn da herausholen kann, hat Carrie als einzige klar gesehen. Aber als sie kurz davor ist, auch noch das Rätsel des Drohnenangriffs zu lösen, wird ihr Verstand Opfer einer Therapie, in die sich selbst getrieben sieht.

Homeland Staffel II Episodenführer

Homeland Staffel II Episodenführer

In der zweiten Staffel von Homeland nehmen die schlimmen Ereignisse um Carrie Mathison und Nicholas Brody ihren schicksalhaften Lauf.

Homeland 2x01 Immer lächeln / The Smile

In dieser Episode von Homeland suggeriert der deutsche Titel möglicherweise etwas, das der englische Titel nicht in gleichem Maße nahe legt. Es sieht ja im Deutschen ein bisschen so aus als müsse man daran erinnert werden, doch andauernd zu lächeln, auch wenn es schwer fällt. Aber darum geht es ja in dieser folge gar nicht. Beziehungsweise geht es nicht bei jeder Person darum, nicht einmal bei den Hauptpersonen. Vielmehr ist bei allen Fällen, in denen jemand in dieser Episode lächelt, interessant, welche besondere Bedeutung das jeweilige Lächeln im Kontext hat. Dana zum Beispiel lächelt nicht so besonders viel. Und Carrie hat sich in ihre neue Rolle als Englischlehrerin zäh und mühsam hereingefunden. Bei den Brodys wird viel gelächelt, denn es scheint alles gut zu laufen. Brody selbst ist auf dem Weg für die Präsidentschaftswahl als Kandidat für das Vizepräsidentenamt anzutreten. Aber dann geschehen plötzlich Dinge.

Das Lächeln bei Homeland ist ein merkwürdiges Ding

Zunächst macht sich eine lächelnde Reporterin bei Brody als Schatten aus einer vergangenen Zeit bemerkbar. So strategisch, wie sie das Lächeln auch einsetzt - es wird doch klar, dass Brody in der Falle sitzt. Da hilft es auch nichts, wenn sich seine Frau zusätzlich Sorgen macht und ihr Lächeln einem ungläubigen Zorn weicht. Und dann kommt aber das alles entscheidende Lächeln ins Spiel. Mit viel Mühe und Überredungskunst gelingt es Saul Berenson und David Estes, Carrie für einen wichtigen Dienst in Beirut einzuspannen. Es ist nämlich so, dass es dort eine wichtige Informantin gibt, die nur mit Carrie reden will und mit niemandem sonst. Da sie aber vermutlich Informationen über einen kurz bevorstehenden Angriff oder Anschlag hat, ist es bedeutsam, dass sich Carrie mit ihr unterhält. Carrie wird bei ihrer Ankunft in Beirut und kurz vor einem möglichen Zusammentreffen mit Saul aber von einem dunklen Agenten verfolgt. In höchster Not kann sie ihn mit einem sehr ausgeklügelten Trick abschütteln und gratuliert sich daraufhin sichtbar selbst mit einem ausdrucksstarken lächeln. Da geht wohl wieder etwas vor, mit Carrie und der CIA.

Homeland 2x02 Beirut / Beirut Is Back

Nachdem Carrie in der letzten Episode von Homeland ja wieder Blut geleckt hat und ihren Verfolger mit einem erstklassigen Trick in die Pfanne gehauen hat, geht es jetzt unter erhöhtem Stress sozusagen um die Wurst. Dabei, wir erinnern uns, hat sie ja eigentlich den Fleischkonsum in ihrer Abstinenz von der CIA aufgegeben. Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Teil ihres Programmes zur gesamten Gesunderhaltung. Da sie aber den Verfolger nur abgeschüttelt hatte, sich aber nicht an den vereinbarten Plan zur Neuorganisation im safe house gehalten hat, ist sie, anders als geplant, ganz allein bei ihrer Informantin und man muss sich jetzt auf ihre Einschätzung berufen, um die Situation einzuschätzen. Das gefällt niemandem, auch Estes und Saul nicht. Dazu kommt noch, dass Carrie zunehmend psychisch auseinanderfällt unter dem immer stärker werdenden Situationsstress. Sie zweifelt vor allem seit der (aus ihrer Sicht unerklärlichen) Fehleinschätzung  Brodys an ihrem Urteil. So bleibt in dieser Folge abzuwarten, ob sich die Informationen ihrer Informantin denn als zuverlässig erweisen. Es soll ja um ein hohes Tier gehen.

Brodys doppeltes Spiel in Homeland

Der arme Brody wird schon wieder von der Engelin in Teufelsgestalt kontaktiert. Er kommt nicht so schnell von der Leine. Aber eigentlich scheint für ihn alles gut zu laufen. Gewählt worden ist er jedenfalls und mischt in der Politik so weit ganz oben mit. Das bringt ihn (wieder einmal) in einmalige Situationen, in denen er mit zittriger Hand seinem Auftraggeber unschätzbare Dienste erweisen kann. Kommissar Zufall spielt ihm diesmal schwer in die Hände, denn er ist ja live dabei im Hochsicherheitstrakt, als es um Kopf und Kragen geht. Ironischerweise (weil es ja eigentlich Carrie ist, die in Bezug auf die Kriegsführung aus der Distanz einmal eine entscheidende Rolle spielen wird) ist es ja so, dass es Brody gelingt, quasi per Fernsteuerung der CIA und insbesondere Carrie voll die Tour zu vermasseln, während sie selbst Tausende von Kilometern entfernt vor Ort ist. Das ist die neue Welt, und alles spielt in Beirut. In einer nervenzerfetzenden Aktion holt Carrie dann noch unter Gefahr für Leib und Leben eine Tasche mit wertlosem Plunder aus einem Apartment. Und dann ist dort ein weiteres Zeugnis aus der ganz neuen Welt. Saul fällt der Bart in Scherben aus dem Gesicht.

Homeland 2x03 Das Video / State of Independence

In dieser Episode von Homeland gehen die Dinge für Brody, ach, für beide Brodys, auf  schmerzhaft anzusehende Weise vollkommen den Bach runter. Das vollzieht sich in minutenlanger, fast epischer Manier auf ausgesprochen nicht anzusehende Weise. Dabei sieht es eigentlich ganz gut aus für Brody. Sein Stunt vom letzten Mal ist nicht aufgeflogen, und er weiß ja auch noch gar nichts vom Sensationsfund in Beirut, also er kann sich eigentlich voller Zuversicht auf dem aufsteigenden Ast wähnen. Seien Frau Jessica ist auch ganz aufgeregt, denn sie hat sich ja bereit erklärt, ein Charity-Event als Gastgeberin zu gestalten. Dazu soll Nicholas brody eine Rede halten, um etwas die Werbetrommel für die Sache der Kriegsveteranen zu rühren. Er erklärt sich auch dazu bereit, verwendet auch viel mühe darauf, das Manuskript zu erstellen, und fast landen Jessica und er voller Freude ohne Höschen und ohne Unterhose auf dem Küchentisch. Jedenfalls kommt es vor Tochter Dana und Freund Xander zu einer abenteuerlichen Hosenbeulenshow. Parallel dazu wird aber Carrie erst einmal vollständig von ihren Kolleginnen und Kollegen bei der CIA enttäuscht.

Bei Homeland wendet sich das Blatt

Jetzt, da alles für Nicholas so gut aussieht und für Carrie so schlecht, ist der Weg bereitet für einen enormen Umschwung, an dessen Ende sich das Blatt vollkommen gedreht haben wird. Es beginnt für Brody wieder einmal damit, dass er mitten im beginnenden Techtelmechtel mit Jessica einen Anruf von seiner Kontaktfrau des Bösen erhält. Der Auftrag lautet schlicht, einen gemeinsamen Bekannten in ein so genanntes safe house zu bringen, welches, wie zu vermuten steht, wie immer mit Fallstricken und Sprengfallen ausgestattet sein wird, damit man sich besonders sicher fühlt, wenn man in die Luft gesprengt wird. Der gemeinsame Bekannte befindet sich weit weg vom Zentrum des Geschehens, so dass es Brody nur mit Mühe gelingen wird, seinen Verpflichtungen Jessica gegenüber gerecht zu werden, wenn alles gut geht. Es geht aber nicht alles gut. Es geht alles sogar sehr schlecht. Und mitten in dieser absoluten Katastrophe klopft Saul an Carries Tür (und weiß gar nicht, wie viel Glück er hat, dass diese überhaupt noch aufmachen kann) und bestätigt sie in einem sehr wichtigen Punkt.

Homeland 2x04 Zimmer 416 / New Car Smell

In dieser Episode von Homeland läuft es relativ konsequent so weiter, wie das Ende der vorherigen Episode es dem geneigten Publikum schon nahe legt - es kann ja eigentlich gar nicht mehr gut gehen. Alles beziehungsweise fast alles scheint ja jetzt ans Licht gekommen zu sein. Man weiß aber eben noch nicht so genau, was man von Brody halten soll, weil man eben nicht ganz so viel von ihm gesehen hat wie das Publikum. Aber die Verdachtsmomente verdichten sich ja an allen Ecken und Enden. Zunächst ist da Jessica, die die Nase gestrichen voll hat, nachdem Brody sie ja recht schmählich hat sitzen lassen. Eine gute Entschuldigung hat er sich auch nicht einfallen lassen. Nicht einmal eine gute Lüge. Auch Dana hält nicht mehr so besonders viel von ihm. Und sein Auto riecht auch nach Zigarettenrauch. Ab ins Hotel mit ihm. Da trifft es sich natürlich gut, dass dort bereits alles installiert ist, was man braucht, um ein Auge auf ihn zu halten. Oder acht.

Brodys Verhaftung in Homeland

Während es so aussieht als mache Dana ja langsam Fortschritte bei der Annäherung an den Sohn des Vizepräsidenten, kommt Brody in seiner Hoteleinsamkeit auf eine ganz wilde Idee. Nachdem er Carrie ja sehr überraschend in Langley bei der CIA getroffen hat, ruft er sie ausgerechnet von der Hotelbar aus an. Daran ist natürlich die geschickte Planung von Saul und Carrie schuld, die sich auch noch mit jemand Weiterem konfrontiert sehen, um eine Aktion außerhalb der regulären CIA-Wege durchzuführen. Die guten alten Bekannten Virgil und (sein Bruder) Max sind dabei, aber mit ins Spiel kommt auch Peter Quinn, dem Carrie nicht besonders über den Weg traut. Letztendlich ist er aber an allen Ecken mit Carries Arbeit zufrieden, so dass es letztlich auch ihre eigenes Kommando ist, auf das hin der Zugriff erfolgt. Dass sich am vorangehenden Nachmittag auch die alten Kumpels von Brody zu einer Hypothese durchringen, nach der mit Brody nicht alles hasenrein ist, rundet den Gesamteindruck nur noch ab.

Homeland 2x05 Am Ende der Lügen / Q&A

In der letzten Episode von Homeland war es ja schon so, dass Brody derart in der Patsche war, dass er sich alleine wohl nie wieder aus der selbst eingebrockten Patsche würde befreien können. Zum wiederholten Male im Leben befindet er sich ja mit einer Kapuze über dem Kopf verschleppt in Richtung an einen unbekannten Ort. Dass Jessica ihren Brody aus dem Haus geworfen hat, trifft sich natürlich besonders gut. Chris und Dana, die beiden Kinder, machen sich natürlich völlig zu Recht Sorgen um ihren Vater, ihre Mutter und die gesamte Familie. Auch Dana hat sich schrittweise aus der Solidarität mit ihrem Vater verabschiedet und ist ein wenig skeptisch, wo Chris zu Recht von Ängsten geplagt ist. Das Techtelmechtel mit dem Sohn des Vizepräsidenten, das Dana immer weiter treibt, nimmt eine fast genau so schlimme Wendung wie das Schicksal Brodys. Und irgendwie sind alle gefangen in einem Gespinst von Lügen und Schuld. Brody wird währenddessen irgendwo in Washington und Umgebung festgehalten und verhört. Man ist beim CIA wohl auch noch immer sauer über Carries Alleingang in der Festnahme und lässt daher Peter Quinn mit dem Verhör beginnen. Dass man sich in den folgenden Minuten nicht viel wohler fühlt als würde Brody von den Terroristen verhört, ist vermutlich beabsichtigt.

Wenn in Homeland die CIA mit dem Messer sticht

Man weiß dann letztendlich auch nicht mehr sicher, ob das Vorgehen Quinns die unangenehmere, weil brutalere Sache sit, oder ob es sich bei dem anschließenden Verhör durch Carrie um die schlimmere Sache handelt, weil hier eine viel berührendere und daher effektivere Strategie eingesetzt wird. Letztendlich bleibt aber das Publikum nicht viel weniger ratlos zurück als Brody selbst. Die Zusicherung, die Carrie im Namen der CIA gibt, hat sie selbst schon mehrfach gebrochen beziehungsweise hat sie sie nie einlösen können, wenn es darauf ankam. Und ob es jetzt anders werden sollte, da hat man ja bereits vollends das Vertrauen verloren. Und dann kommt der zum zweiten Mal im Leben auseinandergenommene Brody, genau so wie es als die Methode der Terroristen geschildert wird, neu zusammengesetzt und im Vertrauen darauf, jetzt aber wirklich für die richtige Sache zu arbeiten, die einem auch manchmal die Hand mit dem Messer am Tisch feststicht in den Dienst der CIA. Oder so ähnlich. Und natürlich glaubt ihm Jessica auch wieder kein Wort, obgleich er doch die Wahrheit spricht. Wie soll das denn jetzt nur weitergehen. Nicht zu vergessen ist ja auch, dass Dana und Finn beide mächtig Scheiße am Fuß haben, als sie sich aus der Bewachung der Bodyguards befreit haben, um mal so richtig "Spaß" zu haben. Dass Dana schuldbewusst durch die Tür kommt, ist irgendwie richtig, aber macht die Sache weder besser noch ungeschehen.

Homeland 2x06 Ein verdammtes Wrack / A Gettysburg Address

Der Name der heutigen Episode von Homeland ist auch im deutschen Titel einigermaßen sensibel übersetzt, denn er bewahrt die Doppeldeutigkeit des englischen Titels. Zwar nicht inhaltlich, aber von der Anlage her. Denn einerseits ist ja die Rede ("address") in Gettysburg eine sehr bedeutsame gewesen, andererseits ist die tatsächliche Adresse des Schneiders in Gettysburg eine ausgesprochen heikle Geschichte. Und im Deutschen sind ja die Begriffe des "Wracks" sowohl auf Brody anwendbar als auch auf die völlig verunglückte Aktion in eben jener Schneiderei in Gettysburg. Aber wie kam es zu beiden Dingen? nachdem der verwundete Brody ja Jessica Mysteriöses über seine Tätigkeit mitgeteilt hat, wird er in das Verhörzimmer gerufen. natürlich von Carrie. und natürlich lügt Brody Jessica an und behauptet, Carrie sei nicht mehr Bestandteil des Teams. Das wird ja wahrscheinlich noch einmal gut enden, wie sich das Publikum vorstellen kann. Parallel dazu sind Brodys alte Kumpel ihm auf der Spur, denn sie können das mit Tom Walker nicht auf sich beruhen lassen. Sie sind ja auch auf der richtigen Fährte, aber das nützt ja niemandem, wenn das Interesse der anderen Seite anders gelagert ist. Bemerkenswert ist hier auch, dass immer diejenigen, die man für am meisten balla-balla hält, die besten Vermutungen anstellen.

Die Dinge spitzen sich bei Homeland zu

Das mit dem Interesse erfährt auch Dana in ihrem Versuch, das mit Finn verursachte Unrecht zu lindern. So, und zu allem Überfluss kann es dann auch Carrie nicht schnell genug gehen, aus Brody etwas herauszulocken. Nachdem man die erste Möglichkeit, seinen Informationen etwas abzugewinnen, ziemlich verbaselt hat, kommt Carrie auf die super Idee, dass jetzt Brody mal initiativ werden muss. Er kontaktiert daher selbständig die Kontaktfrau, die eigentlich immer ihn kontaktiert. Das ist vermutlich gleichermaßen töricht wie gefährlich. Und so wird auch die Aktion in Gettysburg zu einem recht schwierigen Unterfangen. Mike beißt währenddessen auf Granit, und Dana quälen schwerste Gewissensbisse. Und dass es am Ende ausgerechnet Brody ist, der Carrie trösten muss, das ist von allen ironischen Twists wohl der ironischste. Nimmt er dazu auch noch seine zerstochene Hand? Man könnte es fast glauben.

Homeland 2x07 Ein Tag am Fenster / The Clearing

In dieser Episode von Homeland ist es wieder soweit. Die deutsche Betitelung und der englischsprachige titel laufen knapp aneinander vorbei. Aber an beiden Orten, die hier genannt werden, spielt sich in gewisser Weise Entscheidendes ab. Aber der deutsche Titel spielt auf ein Fenster zur Welt an, das es in gewisser Weise nicht geben wird, auch wenn man den lieben langen Tag (oder gar Wochen und Monate) darauf wartet. Im Nachgang des fürchterlich schief gelaufenen Einsatzes in Gettysburg, der Quinn schwer verletzt und viele andere tot zurückgelassen hat, versucht Saul herauszufinden, wer der unbekannte Mann vom Treffen am Brunnen gewesen ist. Und diese Information versucht er mithilfe der amerikanischen "Eingengewächs-Terroristin" zu erlangen, die seit einiger Zeit im Hochsicherheitsgefängnis einsitzt. Vorsichtig tastet er sich da heran, und am Ende dreht es sich um bestimmte Zugeständnisse, die der Gefängnisdirektor nicht machen will - und man verbringt den Tag am Ende sogar gewissermaßen plaudernd am Fenster. Wie und warum das schief geht, wird gegen Ende schlagartig klar, und es wiederholen sich Situationen in gespiegelter Form, die wir aus früheren Episoden von Homeland kennen.

Platzt in Homeland jetzt Brodys Deal?

Es gibt aber noch die andere Geschichte: Brody ist ja bekanntlich in seiner Funktion als Bewerber um das Vizepräsidentenamt von großer Wichtigkeit für die CIA. Daher ist auch Dana mit dem Sohn des amtierenden Vizepräsidenten, Finn, unterwegs gewesen und die beiden haben Tragisches angerichtet. Ob das jetzt ans Tageslicht kommen soll, oder ob es vertuscht werden soll, kommt ausgerechnet auf einer Fundraiser-Veranstaltung zur Sprache. Nicht ganz freiwillig, aber Dana kann nicht mehr länger den Deckel drauf halten. Jetzt verlangt sie von ihrem Vater aber bestimmte Konsequenzen, die mit Anstand und Ehrlichkeit zu tun haben. Aber allen anderen Beteiligten (außer ausgerechnet Brodys Frau Jessica) ist der moralische Kompass schon so weit abhanden gekommen, dass alles wichtiger zu sein scheint als Ehrlichkeit. Und dass dieses Abhandenkommen für alle Parteien gilt, wird auch auf der im englischen Titel genannten Lichtung klar: Keiner weiß dort mehr, wer der größere Lügner oder die größere Lügnerin ist.

Homeland 2x08 Abflug / I’ll Fly Away

Die letzte Episode von Homeland endete dramatisch mit viel Blut und betretenen Mienen, und diese verspricht ein genau so großes Maß an Dramatik, Verwirrungen und Überraschungen. Im Hause Brody scheint jetzt endgültig alles auseinanderzufliegen. Jessica ist zu Recht erzürnt über das Übertünchen des schrecklichen Vorfalls, den Finn und Dana sich haben zuschulden kommen lassen. Dana wird über die Schieflage in Sachen Recht und Gerechtigkeit auch immer verzweifelter. Chris weiß sowieso nicht mehr, wo er dran ist, lässt sich aber äußerlich nicht mehr so viel anmerken. Aber zwischen Jessica und Brody kommt es zu einer riesigen Schreierei, die die Truppe von der CIA auch mit anhören darf. Vielleicht darf sie es auch nicht, aber sie tut es, denn Brody wird von Carrie und ihren Freunden und Kollegen andauernd abgehört. Es könnte ja sein, dass jemand anruft, der die Vereinigten Staaten in die Luft sprengen möchte. Im Laufe der folge werden die Mikrofone übrigens noch eine ganz andere Schreierei aufzeichnen, aber davon wollen wir lieber schweigen

Brody droht in Homeland am Druck zu zerbrechen

Brodys Kontaktfrau hat Brody wieder kontaktiert, da kommt die Schreierei sehr ungelegen. Brody weiß nicht mehr ein noch aus, und er ist bei dem konspirativen Treffen eigentlich längst überfällig. Das erregt natürlich einigen Verdacht. Man erkennt das an der Art und Weise, wie Akkus und vermutlich auch SIM-Karten aus Smartphones und Handys herausgenommen werden. jedenfalls tanzt Brody kurz vor dem Nervenzusammenbruch an. Dann fliegt er völlig auseinander, in der irren Hoffnung, so alle seine verwickelten Probleme hinter sich gelassen zu haben und endlich wieder ehrlich sein zu können. Wenn das auch nur zu einer Zellenwand sein wird. Carrie redet ihm sehr ins Gewissen. Und sie überzeugt ihn noch mit anderen Mitteln. Parallel dazu erntet Dana die Früchte ihrer vermeintlichen Ehrlichkeit. Die Begegnung mit der Gleichaltrigen in Columbia Heights wird ihr wohl immer unvergesslich bleiben. Und dann bricht der nächste Tag an. Nicht ohne dass der vorherige sehr peinlich für Carrie und Brody geendet hätte. Und am Ende des folgenden Tages ist auf einmal aus heiterem Himmel die gesamte Situation drastisch verändert.

Homeland 2x09 Der beste Freund / Two Hats

Ja, wohlbehütet geht es zu in dieser Episode von Homeland. und diesmal sind die beiden Titel von exakt gleichem Kaliber. In der Tat setzen nämlich zum einen verschiedene Leute hier verschiedene Hüte auf. Und zum anderen kommen wir dann noch. Jedenfalls ist es so, dass nach langer Abwesenheit Brody wieder auftaucht und Kontakt mit dem Team der CIA aufnimmt. Als erstes sorgt er aber dafür, dass seine Familie, die in nicht näher ausgeführter Gefahr schweben dürfte, als erstes in Sicherheit gebracht wird. Später erfahren wir von der Bedrohung. Aber ein erster Mann mit zwei Hüten taucht auf. Es ist Peter Quinn, der nämlich eigentlich gar keinen Hut trägt. Jedenfalls so lange wir als Publikum dabei waren. Aber das hält Virgil und Max nicht davon ab, auf Sauls Geheiß Carries Auftrag auszuführen und ein bisschen hinter die Kulissen bei Quinn zu gucken. Da gruselt es dann aber die beiden schon ein wenig, und auch Sauls Versuch, sich in bester "Warehouse 13"-Manier als Steuerfahnder auszugeben, führt nicht zu einer Aufklärung darüber, warum David Estes ausgerechnet Peter Quinn mit an Bord gebracht hat. Außer, dass Peter Quinn für einen Datenanalysten offenbar im Besitz eines recht langen Gewehrs sein muss.

Läuft es in Homeland für Brody jetzt besser?

Wie viel weiß eigentlich wohl Carrie darüber, was "zwei-Hüte"-Quinn mit Brody vor hat? Sie hat ja Mike bereits in Kenntnis gesetzt, dass Familie Brody ihn demnächst vielleicht brauchen wird. Wie dem auch sei, man entschließt sich, dass Brody mit großer Wahrscheinlichkeit ganz brauchbare Informationen über einen bevorstehenden Anschlag hat. Man hat dabei aber auch die Hoffnung den Oberschurken "Sandman" zu fassen, mit dem Brody noch kurz vorher Kontakt gehabt hat. Kontakt hat auch Jessica. Nämlich mit Mike. Im "safe house". Zum Glück kriegt Dana nichts davon mit, die aber auch von ihrem Vater nichts mehr wissen will. Und irgendwie fragt man sich, ob Carrie und Brody tatsächlich denken, mit der Ergreifung des "Sandman" könne endgültig alles vorüber sein. Jedenfalls soll man keinen besten Freunden trauen. Keinen, die zwei Hüte tragen und keinen, die mit der eigenen Frau schlafen. Wichtig!

Homeland 2x10 Eine Art Liebe / Broken Hearts

In dieser Episode von Homeland nimmt das ungute Schicksal seinen Lauf, und man weiß am Ende nicht mehr so genau, worauf das baldige Ende der Staffel hinauslaufen soll. Jedenfalls beginnt alles am Morgen in dem safe house der CIA, wo irgendwann nach dem Frühstück Brody zu seiner Familie stößt, die mittlerweile den beginnenden zweiten oder dritten Tag dort verbringt. Dass von einer Art Liebe im deutschen Titel die Rede ist, behält die Mehrdeutigkeit des englischen Titels sehr schön bei. Als nämlich Brody schon gar nicht mehr weiß, ob er in irgendeiner Weise mit seiner Frau in Liebe verbandelt ist, oder ob es nicht doch besser ist, wenn Mike seine Rolle vollends übernimmt, kommt eine Nachricht per skype herein. Carrie, die auf dem Weg von der mehr oder weniger erfolgreichen Mission nach Hause war, hatte einen Autounfall. Jedoch ist Unfall vielleicht nicht die richtige Bezeichnung für das ganze, denn der Zusammenstoß war doch arg provoziert.

Carrie und Brody in Homeland - eine Art Liebe

Der nicht zu fassende Sandman steckt dahinter und hat Carrie in seine Gewalt gebracht. Er nutzt ein atemberaubendes Erpressungsszenario, das etwas mit funkferngesteuerten Herzschrittmachern zu tun hat. Das ist eine Erfindung, der man ja nun überhaupt nicht über den Weg trauen würde. Jedenfalls wird hier kurzerhand ein Deal abgeschlossen, in dem ein Leben gegen ein anderes ausgetauscht werden soll. Es wird auf perfide Weise auch so dargestellt, dass man mittlerweile denkt, dass das sogar irgendwie seine Richtigkeit haben kann, so falsch ist jedenfalls mittlerweile alles. Es sieht auch so aus, als würde alles auf gewisse weise gut gehen, zumal Bedroher und Bedrohte in ihrer Zuneigung zu Brody geeint zu sein scheinen. Jedenfalls ist auch der eingeplante Todesfall eingetreten, doch Saul wundert sich sehr, inwiefern Estes und Adal (der eine Black Ops Einheit der CIA führt) zusammenarbeiten, um Dinge zu vertuschen, die auch Saul auf keinen Fall ans Licht bringen darf.

Homeland 2x11 Ein großer Tag / In Memoriam

In dieser Episode von Homeland geht es wieder richtig rund, aber ein heller Moment ist auch dabei. Er kommt nur leider etwas spät. Aber auf jeden Fall wird Carrie ganz u recht ein richtiger Riecher bescheinigt. Doch Saul hat auch einen richtigen Riecher, aber dafür soll er ziemlich zur Schnecke gemacht werden. Eigentlich ist es bereits Sauls zweiter richtiger Riecher. Denn da ist ganz schön etwas im Busche. Nicht umsonst haben ja David Estes und Dar Adal da ihre schmutzigen Finger im Spiel. Carrie jedenfalls war ja am Ende der letzten Episode von Homeland in das Versteck von Sandman zurückgekehrt. Sie blieb erfolglos. Auch alle anderen, die nach ihm gesucht haben, blasen langsam alles ab. Da kommt Carrie aber nach dem eigentlich missglückten Verhör eine Idee. Denn irgendwie wird in dem Verhör deutlich, dass der Sandman eigentlich nicht weg rennt. Die neuerliche Suche wird daher hoch spannend, endet aber dann auch abrupt. Peter Quinns Befehl, der Carries Liebe in Gefahr bringt, bleibt aber dennoch intakt.

In Homeland haben Lügendetektoren viele Ziele

Saul wird währenddessen mit dem Lügendetektor aus dem Spiel gehalten. Das ist natürlich schon ein ziemlicher Vertuschungsplan, der da im Gange ist, und man fragt sich, ob das so durchgehen wird. Parallel dazu haben die Brodys zunächst eine Art Kernschmelze im safe house. Dana wendet sich vollends von ihrem Vater ab. Chris verteidigt ihn noch, ist aber sicherlich auch dauern enttäuscht. Brody ist offenbar völlig distanziert von allen. Nur so ein Anschein von Familie bleibt gerade noch bestehen. Im Auto bei der Heimkehr haben Jessica und Brody dann auch den ersten hellen und offenen Moment miteinander. So wie es aussieht, soll es wohl auch ihr letzter gemeinsamer für eine ganze Weile sein. Am Ende scheint es doch für alle besser zu sein, wenn die missglückte Rückkehr sich nicht noch länger hinzieht. Bei allem Schaden, den das eh bedeutet. Aber es wird wenigstens nicht so viel Schuld hin und her geschoben. So. Brody fährt daraufhin zu Carrie und durchkreuzt damit Quinns Plan. Womöglich.

Homeland 2x12 Wieder im Wald / The Choice

In dieser Episode von Homeland, welche die zweite Staffel abschließt, geht es wieder einmal ums Ganze. Und es gibt Abschiede und Wiedersehen, endgültige Verabschiedungen und ungewisse Begegnungen. Aber zunächst sieht alles in der gewohnten Mischung aus Angst und Hoffnung gleichzeitig gut und sehr gefährlich für Brody und Carrie aus. Sie ist mit Brody in das Häuschen am See geflüchtet, während Saul immer noch von Estes bei Milch und Cornflakes festgesetzt wurde. Zumindest so lange ja, bis Quinn die Mission beendet hat. Im Wald (zum ersten Mal "wieder", aber es soll noch mehrere Waldbegegnungen geben) angekommen - und zwar am Ort ihres ersten gemeinsamen Wochenendes, das so fatal endete - sind Carrie und Brody zugleich verliebt und unsicher, was die Zukunft bringen soll. Dass diese nicht zu lang dauern soll, dafür will die CIA ja Sorge tragen. Aber dazu kommt es dann nicht, denn offenbar hat der Beauftragte dann doch einen Augenblick ernster Einsicht in sein Handeln und kann es dann nicht mehr ausführen. Vermutlich auch um Carries Willen.

Ich glaub ich steh in Homeland im Wald!

Quinn erwartet also unerwartet den wenig ahnenden David Estes und redet mit ihm Tacheles. Gerne würde auch Brody wieder mit Dana ins Reine kommen. Oder vielleicht sogar umgekehrt. Und irgendwie reimt sie sich auch alles richtig zusammen, aber es will auch nicht zu einhundert Prozent klappen. Mike kriegt die Erlaubnis zum Kümmern, und während der Sandman eine Bestattung auf See kriegt, der Saul beiwohnt, erhält auch Walden einen Gedenkgottesdienst. Walden heißt ja auch irgendetwas mit Wald, und damit schließt sich der Kreis. Auf hoher See, im Wald und im Gebäude ist plötzlich der Teufel los. In all dem Durcheinander verlieren zunächst Brodys Kinder und seine Frau vollends den Glauben an ihn, und auch Carrie denkt, er sei irgendwie der Leibhaftige. Dass sie vor ihm Angst habe, hat sie ihm ja schon im Wald gesagt. Aber jetzt will sie ihm etwas über ihre Entscheidung mitteilen. Doch dann fährt ja aus heiterem Himmel der Blitz dazwischen, und man muss wieder ab in den Wald. Doch in all dem Elend ist wenigstens Saul am Ende erleichtert im Unglück.

Homeland Staffel III Episodenführer

Homeland Staffel III Episodenführer

In der dritten Staffel von Homeland kommen die schlimmen Ereignisse um Carrie Mathison und Nicholas Brody zu einem vorläufigen Höhepunkt.

 

Homeland 3x01 Sechs oder keiner / Tin Man Is Down

Das geht ja gut los mit der dritten Staffel von Homeland. Es ist ja in Langley bei der CIA alles noch im Chaos. und man hat mächtig an Ansehen in der Politik verloren, nachdem es bei der Gedenkfeier für Walden so schlimm abgelaufen ist. Saul ist kommissarischer Direktor der CIA, und Carrie muss im Untersuchungsausschuss aussagen, ist aber qua Medikation (oder der Abwesenheit derselben) nicht im besten aller Geisteszustände. Man erkennt es ja gewöhnlich daran, was sie trinkt und mit wem sie dann herummacht. Hier sieht beides verheerend aus. In der übrig gebliebenen Restfamilie Brody ist offenbar auch Verheerendes passiert - Dana hat sich in einer Psychoklinik in eine Jungen verliebt, der es faustdick hinter den Ohren hat. Interessanterweise spielt der sonst doch immer vorhandene Mike keine große Rolle im ganzen Setting. Und dabei könnte man sich vorstellen, dass er eigentlich dringlicher als je zuvor gebraucht werden würde.

Wie geht es in Homeland weiter?

Die CIA fürchtet wohl zu Recht, dass man ihr möglicherweise die Daseinsberechtigung entziehen möchte. Dagegen versucht man sich mit einem geradezu abenteuerlichen Unternehmen abzusichern, das endlich wieder einmal einen Erfolg sichtbar machen kann. Dazu müssen allerdings etliche Leute aus dem Weg geräumt und getötet werden. Dabei zeigt sich Peter Quinn von einer Seite, die vermutlich im weiteren wegweisend für seine Figur bleiben wird. fast müsste die ganze Mission abgeblasen werden, weil er zur Schonung eines Einzelnen auf die Montage und Detonation einer Autobombe verzichtet. Da ein konzertierter Schlag stattfinden soll, hängt am Handeln Quinns alles andere mit dran. Da es schnell gehen muss und Quinn gründlich ist, führt er aber leider sein anfängliches Zögern selbst ad absurdum. dafür wird mit Carrie ganze Arbeit geleistet. Da die Aktion der CIA vor der Untersuchungskommission nicht den gewünschten Erfolg zeitigt, geht Saul in seiner eigenen Befragung einen anderen Weg. Dieser könnte quasi von Dar Adal selbst designt sein. Denn es geht letztlich darum, dass Carrie sozusagen unter den Bus geworfen wird. Sie stellt das Opfer dar, mit dem man sich selbst reinwaschen will. Das kann ja heiter weiter gehen.

Homeland 3x02 Die Spur des Geldes / Uh… Oh… Ah…

Was es in dieser Episode von Homeland mit dem englischsprachigen titel auf sich hat, will uns hier nicht völlig einleuchten. Vielleicht eine kulturelle Referenz? Es ist jedenfalls so, dass es in psychologischer Hinsicht sehr zur Sache geht. Carrie ist ausgesprochen stark in Bedrängnis, das ist von Anfang an klar. und das belastet auch jemanden, der eigentlich wie ein harter Knochen wirkte, wie Peter Quinn. Und ob jetzt alle hilflos sind oder nur hilflos spielen, aber gar nicht wirklich helfen wollen, das steht nicht so ganz fest. Jedenfalls versucht man in Langley fieberhaft festzustellen, wo das Geld zur Finanzierung des Anschlages hergekommen ist. Und wie es so an sein ziel gelangt ist. Daher ja auch der deutsche Episodentitel. Und die zu Rate gezogene Analystin kriegt es von allen Seiten ab. Zu allem Überfluss trägt sie natürlich auch noch äußere Merkmale, die bei allen Antipathie und Misstrauen schüren. Und es fließen auch Tränen. Es sieht auch aus, als wisse Saul selber nicht so ganz, wie er das mit der kommissarischen Direktorenstelle anstellen soll. Vielleicht macht er aber auch die ganze Zeit das, was er ohnehin immer schon tun wollte. Und wenn er sagt, etwas tue ihm leid, glauben wir es denn dann? Carrie wohl zumindest nicht.

Alles wimmelt in Homeland von psychologischen Krisen

Carrie wurde gründlich in die Pfanne gehauen, und die von ihr einigermaßen kopflos unternommenen Verteidigungsversuche gehen entweder schief oder gründlich nach hinten los. Mit der Presse kann sie nicht kontern. In Langley wird man immer nervöser. Selbst Quinn rät Carrie zur Vorsicht - aber ihre Anhörung vergeigt sie gründlich, weil sie am Ende doch die ganze Welt gegen sich wähnen muss. Und das ist ein echtes Dilemma: sie benötigt die Schärfe ihres Geistes, der offenbar nur am Rande des Wahnsinns so richtig gut funktioniert. Und auch Dana, die zu ihrem schwer angehimmelten Freund ausbüxt, scheint trotz ihres vorgeblichen Wahnsinns ganz vernünftig. Vernünftig wirkt auch Chris, der seine Mutter immer wieder davon abhalten will, Dana auf den Zeiger zu gehen. Und Carrie, die zu Saul "fick dich!" sagt, ist offenbar so klar bei Verstand, wie es die Medikamente gerade noch gestatten.

Homeland 3x03 Endstation Caracas / Tower of David

In dieser Episode von Homeland ist es so, dass man dem deutschen titel das größere Maß an Werktreue bescheinigen muss. Es ist auch kaum auszuhalten, wie sehr hier die schöne Stadt Caracas die Endstation für Brody ist. und fast würde man noch sagen müssen, er habe ja vielleicht sogar noch Glück gehabt. Aber würde er das auch so sehen? Und ist Carrie nicht in einer ähnlich verzweifelten Lage? Zunächst weiß man ja in der Episode gar nicht so genau, was denn da gespielt wird. Dass die spanischen Texte nicht standardmäßig untertitelt sind, ist übrigens eine wunderbare Lösung. Man versteht auch nur die Bedrohungslage, die offenbar herrscht,. Aber man kann sich überhaupt keinen Reim darauf machen als Publikum. Es kommt ein holpriger Jeep angerauscht. Dunkle Typen erwarten den Fahrer schon. Die Waffen sitzen locker. Ein Mann wird mehr tot als lebendig von einem Fahrzeug zum anderen gereicht. Es ist ein schwerst verletzter Brody. Trotz seines Zustandes wird eine extrem rumpelige Fahrt weiter fortgesetzt, und Brody kommt am Ende irgendwo in einer heruntergekommenen Tiefgarage an.

Wem geht es in Homeland jetzt dreckiger?

Carrie ist währenddessen in ihrer psychiatrischen Klinik  einem Verhör nach dem anderen ausgesetzt. Na ja, wahrscheinlich sind es eher Beurteilungsgespräche. Aber sie hat das Gefühl, dass es sich hier immer noch um ein abgekartetes Spiel handelt, bei dem sie irgendwie mitmachen muss, um die Chance zu haben, jemals wieder ins Leben zurück zu gelangen. Genau wie Brody am anderen Ende des Kontinentes steht sie hier auch unter dem Einfluss von Drogen beziehungsweise Medikamenten. Und auch sie fürchtet wohl, in eine Endstation geraten zu sein. Dass Brody ihr überhaupt verdankt, noch am Leben zu sein, ist einerseits tröstlich, andererseits aber ändert es an der Situation völliger Hilflosigkeit bei beiden nichts. Brody scheint sich nach mehreren drastisch fehl laufenden Versuchen in sein Schicksal zu fügen. Der mysteriöse Arzt, man weiß nicht ganz, was man von ihm halten soll. Und Carrie wird irgendwie zwischen Hoffen und Bangen gehalten. Und es läuft für sie auch nicht besser.

Homeland 3x04 Das Risiko / Game On

In dieser Episode von Homeland geht es an zwei Fronten ziemlich nah ans Risiko. Das Risiko ist ja im deutschen Titel der bestimmende Faktor. Wie es mit dem "Game On" so beschaffen ist, da wagen wir jetzt keine große Interpretation. Aber das ist auch auf seine weise auf zweierlei Ebenen denkbar. Mit dem Ende der letzten Episode war ja klar, dass Carrie und Brody beide in einer hoffnungslosen Situation gefangen sind. Hier begegnet uns Dana, die an ihrer eigenen hoffnungslosen Situation etwas ändern will, nämlich durch ein gewagtes Unternehmen. Da geht es schnell und gewagt zur Sache, und es gelingt zunächst auch alles Hals über Kopf, bis die Realität alle wieder einholt. "Uncle Mike" ist mittlerweile auch wieder von der Partie, aber alles ist nicht so einfach. Und richtig in der Patsche scheint Carrie zu stecken. Eigentlich sieht nämlich alles wirklich ganz gut für sie aus. Sie hat sich ja ausgesprochen darum bemüht, kooperativ zu sein, um eine gute Prognose für die möglicherweise bevorstehende Entlassung aus der psychologischen Psychiatrie zu bekommen. Aber in letzter Sekunde wird das Verfahren durch eine Anordnung von ganz oben torpediert. Auch ihr Vater und ihre Schwester sind von Anrufen überrascht worden, die das gemeinsame Entlassungsgespräch bereits abgesagt haben, noch bevor es stattgefunden hat.

Die einen wollen in Homeland raus, die anderen sind schon auf der Flucht

Wiederholt sieht sich jetzt Carrie dem Ansinnen eines ausgesprochen schmierig wirkenden Advokaten ausgesetzt. Eigentlich hatte sie ja gehofft, Saul werde ihr verzeihen und ihr den Weg aus der Anstalt eröffnen. Aber jetzt kann sie nicht entlassen werden. Und dahinter steckt die Behörde, die sie offenbar drangsalieren will. Und dann kommt Rettung in letzter Sekunde. Die Anwaltskanzlei, mit der Carrie eigentlich nichts zu tun hat, bekommt sie für 24 Stunden frei. Alles, was sie tun soll, ist mit einem Klienten der Kanzlei zu reden. Sie ahnt, was dahintersteckt und verkriecht sich, nachdem man alle ihre Konten und Kreditkarten gesperrt hat, bei einem One-Night-Stand, dem sie auch noch Geld oder sein Telefon abknöpft. Oder beides. Sie kann den Advokaten aber nicht abschütteln. Es soll ein Gespräch stattfinden. Sie lässt sich am Ende doch breit schlagen und konfrontiert Saul. Und plötzlich merkt man, warum Dar Adal vor einiger Zeit sagte, es würde sich am Ende alles lohnen. Und dann entpuppt sich auch Danas Flucht als möglicherweise brisanter als gedacht.

Homeland 3x05 Das Yoga-Spiel / The Yoga Play

In der vorliegenden Folge von Homeland soll eigentlich alles uhrwerkmäßig ablaufen, was bis hierhin vorbereitet wurde. Es ist ja auch unter sehr vielen Schmerzen überhaupt so weit gekommen, dass man einen Plan hatte. Aber es kommen doch Querschüsse. Wenn Carrie den Klienten ihrer schmierigen Anwaltskanzlei treffen soll, muss sie eigentlich völlig unauffällig bleiben. Sie hat ja eigentlich durch Saul und Virgil schon Wind davon bekommen, dass eine sehr gefährliche Überwachung stattfinden muss. Und dann kreuzen sich auf einmal wieder die Bahnen von Jessica Brody und Carrie Mathison. Ausgerechnet jetzt ist Carrie die Einzige, an die sich ausgerechnet Jessica noch wenden kann, Dana ist ja mit extrem ungewissem Ausgang auf einer gemeinsamen Spritztour in nicht so ganz mehr dem eigenen Auto unterwegs. Und das kommt natürlich zu einem sehr ernüchternden Ende. Ernüchternder vielleicht als man es sogar mit nüchternem Kopf denkt. Aus dem Radio muss Dana es schließlich erfahren.

Pläne in Homeland haben keine lange Halbwertszeit

Saul ist jetzt in aufregender Mission an zwei Fronten unterwegs. Er soll nicht nur kommissarischer Direktor der CIA werden, sondern richtiger Direktor der CIA. Dazu muss er nur noch die Zustimmung und Unterstützung des Ausschussvorsitzenden gewinnen, der die CIA so im Untersuchungsausschuss gegrillt hat. Und ein bisschen auf Entenjagd gehen. Natürlich folgt hier auch gleich die Ernüchterung auf dem Fuße. Im Unterstand muss Saul es schließlich erfahren. Dann reist er vorzeitig ab und findet seine Frau Mira beim Abendessen mit einem Arbeitskollegen aus Mumbay. Er ist aber aufgrund neuer Entwicklungen in Carries Unternehmung mit dem heimlichen Treffen viel zu beschäftigt, um sogleich auf die kompromittierende Situation zu reagieren. Und die Ernüchterung muss er ja eigentlich auch noch verarbeiten. Und dann läuft mit dem Treffen auch nicht alles glatt. Denn man verliert Carrie aus den Augen. Die Helfershelfer des Klienten, den man austricksen will, haben selbst einige ganz schöne Tricks auf Lager. Jedenfalls hält man gemeinsam mit Carrie mehr als einmal die Luft an. Und Dana muss am Ende schrecklich weinen. Aber da hat eine gnädige Kamera schon ausgeblendet. Haha, ja und auf Yoga gibt es auch zwei Referenzen. Aber man lacht gar nicht so richtig drüber.

Homeland 3x06 Machtwechsel / Still Positive

Nachdem die letzte Folge von Homeland wieder in so einem großen Cliffhanger geendet hatte, kann man sich ja kaum zurückhalten, direkt die nächste Folge von Homeland zu schauen, wenn man denn in irgendeiner Weise darauf Zugriff hat. Carrie wurde ja gegen Ende der letzten Episode in das mysteriöse Versteck gebracht, wo ihr Unterredungspartner sitzen sollte. Sie wird jetzt allerdings einer Reihe von Tests unterzogen. Ein Lügendetektor ist auch mit von der Partie. Und es scheint alles mächtig schief zu gehen. Doch dann dreht sich auf einmal das Blatt im Spiel. Als Zuschauerin beziehungsweise Zuschauer hat man für einen Moment ja tatsächlich vergessen, dass der Plan ja darauf hinauslief, dass der Unterredungspartner eigentlich nicht am längeren Hebel sitzen sollte. Zum Glück weiß aber Carrie auch gar nicht, dass sie völlig auf sich gestellt ist, als sie den ersten Machtwechsel der Folge vollzieht und den Spieß umdreht. Derweil versucht Dana die Kontrolle über ihr leben zurückzugewinnen. Man sieht sie mit ihrer Mutter zu einem Termin fahren, bei dem sie den Mädchennamen ihrer Mutter annehmen will.

In Homeland vollziehen sich mehrere Machtwechsel

Mit dem neuen Namen "Lazaro" ist es bei Dana aber nicht getan. Sie geht noch einen Schritt weiter und nimmt ihr eigenes Leben, sehr zum Kummer ihrer Mutter, wahrscheinlich auch von Christ, noch ein Stückchen weiter in die eigene Hand. Ob das allerdings so gut gehen wird? Das gleiche fragt man sich ja auch, wenn man die Geschehnisse bei der CIA betrachtet. Hier soll Dar Adla stellvertretend für Saul, der ja kommissarisch noch die CIA leitet, den künftigen Direktor empfangen. Damit soll ja auch ein Machtwechsel eingeleitet werden. Aber das läuft sicherlich ganz anders als von Saul beabsichtigt. Vermutlich laufen gleich schon irgendwelche Klüngeleien zwischen Adal und dem sehr sympathischen Senator Lockhart, der ja demnächst ganz oben stehen soll. Und während das alles läuft, glauben ja alle, dass sie über den besagten Gesprächspartner die Oberhand haben, aber er führt ihnen ihre eigene Machtlosigkeit drastisch vor Augen. Meine Herren!

Homeland 3x07 Der Fluch alter Männer / Gerontion

In der vorliegenden Staffel von Homeland sind vermutlich am Ende mehrere Leute unzufrieden. Oder sie sehen jedenfalls ungewiss in die Zukunft. Oder blicken einer ungewissen Zukunft entgegen. Und auch da, wo sie denken, dass sie das richtige tun, tun sie vielleicht doch wieder etwas anderes. Der Gesprächspartner, um dessen Kontaktierung sich ja Saul und Carrie unter Aufbietung aller Kräfte bemüht hatten, erweist sich als zäher Brocken. Langsam scheint es da aber doch im Sinne Sauls voran zu gehen. Interessanterweise stößt Saul dabei aber gleich mehrere Leute vor den Kopf. Dar Adal scheint doch weniger eingeweiht als man sich das jetzt vielleicht zusammengereimt hatte. In der ganzen Behörde wissen in der Tat nur sehr wenige etwas von dem Geheimunternehmen. Aber das muss wahrscheinlich so sein. Dennoch fällt den meisten auf, dass irgendetwas im Busche ist. Und zu allem Überfluss ist Peter Quinn auch noch auf Aufnahmen zu sehen, auf denen er eigentlich nicht zu sehen sein sollte. Es fällt auch nicht leicht, die Dinge zu vertuschen.

Bei Homeland werden alle immer angespannter

Ein Plan muss her, damit der Gesprächspartner zumindest einigermaßen unentdeckt und unauffällig wieder in sein Heimatland eingeschmuggelt werden kann. Leute müssen den Kopf herhalten, damit das eigentlich vor Ort begangene Verbrechen zumindest so lange unentdeckt bleibt, bis alles soweit in trockenen Tüchern ist. Ob Saul jetzt wirklich davon überzeugt ist, dass es sich bei dem ganzen Unterfangen um eine wirklich gute Idee handelt, ist natürlich nicht so ganz klar. Der Kontaktmann sät auch an mehreren Stellen Zweifel. Oder er bestärkt den Zweifel, der unterschwellig schon vorhanden ist. Und das zeigt auch ein wenig seine Wirkung. Was am Ende auch nicht ganz klar ist, ist das Verhältnis von Saul und Dar Adal. Irgendeiner von den beiden scheint der größere Fuchs zu sein. Es fragt sich aber wer. Und Quinns Zweifel an der ganzen Sache kommen ohnehin zum Durchbruch, doch hält er sie, möglicherweise auch um Carries Willen, noch etwas im Zaum. Oder unterdrückt sie. Aber wie soll das wohl noch weitergehen. Und die Orte, von denen Mira aus mit Saul telefoniert, werden auch immer fadenscheiniger... ja, die alten Männer sind verflucht.

Homeland 3x08 Phase zwei / A Red Wheelbarrow

Nachdem in der letzten Folge von Homeland unter großen Opfern in der Zivilbevölkerung ein hochrangiger Informant aus dem befeindeten Ausland eingekauft werden konnte, waren am Ende ja noch einige Zweifel übrig. Insbesondere betrifft das ja die Rolle, die Brody bei einigen größeren Attentaten gespielt haben kann. Oder, was für Carrie ja noch viel interessanter ist, ob er nämlich überhaupt keine Rolle dort gespielt hat. Aber das scheint jetzt nur ausgesprochen wenige Leute zu interessieren. Saul wirkt auch nicht besonders so, als liege ihm viel daran. Er bereitet sehr süß jedenfalls eine romantisches Frühstück im Bett für Mira und sich. Ob das die neu gewonnene Zweisamkeit (Carrie hat davon auch übrigens eine zu bieten) so richtig zementieren hilft, sei aber einmal dahingestellt. Jedenfalls sagt sich Mira von ihrem bei näherem Hinsehen eigentlich ziemlich schmierigen Liebhaber so weit los, um sich und Saul noch einmal eine Chance zu geben. Wie hieß der Typ noch einmal gleich? Renato O'Shmeary? Irgend so etwas muss es ja gewesen sein. Jedenfalls wird uns im Verlauf der Folge von Homeland auch klar werden, warum er uns so schmierig vorkommt.

In Homeland ist einer schmieriger als der andere

O'Shmeary sehen wir nämlich einige zeit später bei einem ausgesprochen fadenscheinigen Manöver im Haus der Familie Berenson. Gleichzeitig kann es die Analystin Farah nicht verkraften, dass man einfach so den schlimmen Finger ausreisen ließ, der im Heimatland noch mehr gewütet hat als in Amerika selber. Und sie gerät darüber auch mit ihrem Vater in Konflikt, weil sie eigentlich ja nur in einer Bank arbeitet, aber ihre Tätigkeit bei der CIA auch die Sicherheit von Familienmitgliedern und Freunden in der alten Heimat gefährdet. Jetzt will aber Carrie mit allen in Phase zwei eintreten und den wahrhaft Schuldigen am Attentat auf Langley herausfinden, da lässt es die Missionsführung zu, dass daraus nichts wird und im Endeffekt sogar Carrie kampfunfähig geschossen wird. Dass parallel dazu ausgerechnet jemand mit den Taschen voller Geld Brody einen Besuch in Caracas abstattet, stimmt das Publikum doch nachdenklich.

Homeland 3x09 Jetzt oder nie / One Last Thing

In dieser Episode von Homeland wollen mehrere Charaktere eine letzte Chance nutzen oder eine Gelegenheit ergreifen, die sonst vorbeizieht. Aber das gelingt nicht immer, misslingt dafür aber häufiger. Jetzt fragt man sich ja doch, ob am Ende der Folge noch irgendein menschliches Verhältnis unangetastet bleibt, oder ob wirklich alle Beziehungen zu Käse geworden sind. Brody und Carrie erwachen beide unabhängig voneinander in Krankenzimmern. Brody wird sofort auf kalten Entzug gestellt, wobei Bedenken bestehen, ob er das überhaupt überleben kann. Aber Saul hat einen eiligen Plan, den er gerne verfolgen möchte, Transformation der Welt und der Beziehungen zwischen Ost und West inklusive. Damit das aber klappen kann, muss Brody zunächst fit gemacht werden und dann noch in die richtige Spur gesetzt. Man ahnt schon, was Saul da vorhat, und er muss Carrie auch noch dazu bringen, mitzuspielen, denn Brody ist ja erst noch zu überzeugen. Dadurch, dass aber Carrie das Wort "Caracas" kannte, ist Saul übrigens klar, dass etwas grundsätzlich schief gelaufen sein muss mit der Geheimhaltung.

In Homeland spioniert jeder jeden aus

Dass der Geliebte seiner Frau, der sich mehr als Alain Le Schmirage herausstellt denn als Roger O'Shmeary, in Wahrheit ein Agent sein muss, wird schnell klar. Virgil und Max orten die Abhöranlage und den Spion, der nicht nur vermutlich für den Mossad arbeitet, sondern auch noch mit Senator Lockhart unter einer Decke steckt. Saul ist wenig überrascht, hat mit dieser Erkenntnis aber ein Pfand gegen Lockhart in der Hand, um sich selbst Zeit für seine alles transformierende Aktion zu geben, bevor Lockhart die CIA übernimmt. Wieder hält man es im Kopf nicht aus. Brody wird von Carrie ja eine essentielle Information verheimlicht, gleichzeitig geht sein Wunsch Dana zu sehen zwar in Erfüllung, läuft aber gleichzeitig absehbar fürchterlich schief. Es will uns ja auch als Publikum so scheinen, dass vermutlich auch der große Plan, den Saul im Sinn hat, auf eine ganz ähnliche Weise zum Scheitern verurteilt sein dürfte.

Homeland 3x10 Der Passagier / Good Night

Der englische Titel dieser Episode von Homeland erfährt eine doppeldeutige Schaurigkeit, die sich gewaschen hat. Dass es sich hier nämlich keineswegs um einen Gute-Nacht-Gruß handelt, wird irgendwann klar. Und dass hier auch niemand zu einer guten Nacht kommen wird, sondern viele zu einer Reihe schlechter Nächte, das ist gegen Ende der Episode dann auch klar. Wir haben ja in der letzten Folge gesehen, wie alles schief gegangen ist und Brody sich von Carrie verabschiedet hat. Nach sehr viel Training ist er ja so weit gekommen, dass er mit einer Spezialeinheit den Abflug gemacht hat. Aber es läuft alles überhaupt nicht so wie geplant. Das ist bei Plänen vielleicht öfter einmal so, hier nimmt es aber geradezu katastrophale Ausmaße an. Dar Adal versucht den Kontaktmann im Weißen Haus zu beruhigen. Gleichzeitig sitzt Saul mit Carrie im Kontrollraum und versucht alles zu überwachen. Das Risiko ist natürlich hoch - man operiert geheim in Feindesgebiet herum und treibt die dollsten Dinge. Dass Ziegen lecker gegrillt werden, ist vielleicht noch das allergewöhnlichste am Ganzen. Jedenfalls will und will es einfach nicht gelingen, dass Brody den Weg über die Grenze in den Iran findet, auch wenn alle sich schwer bewaffnet und gut ausgebildet, alle Mühe geben. zuerst ist die Straße versperrt, weil ein Tanklaster zum Gratistanken einlädt. Dann kommt noch die Polizei vorbei und erkannt, dass alles bloß ein Schmu ist. Da kommt dann die G`"gute Nacht" ins Spiel und die ersten Toten sind zu verzeichnen. Im Weißen Haus flippt man darüber fast so aus wie Brody selber.

In Homeland wird eine Grenze überschritten

Kurz darauf spitzt sich die Situation zu. Es werden weitere Patrouillen gesichtet. Gleichzeitig kommt Senator Lockhart mit einem General als Anstandswauwau in den Kommandoraum, was bei allen die Stimmung hebt. Und dann macht es auch noch bumm. Die möglicherweise fatale Explosion lockt auch noch die Gegner an, Brody fällt gegen die Anweisung aller die Entscheidung zum Grenzübertritt, und am Ende ist er dann ganz auf sich allein gestellt. Und es wird wieder jemand erschossen.

Homeland 3x11 Unser Mann in Teheran / Big Man in Tehran

In der heutigen Folge von Homeland geht es ziemlich ans Eingemachte. Und wer da der große Mann in Teheran ist, ist ja auch eigentlich ziemlich klar. Nachdem man Brody ja entsprechend lanciert hatte, ist es nun an den Kontaktleuten und ihm selbst, sich so weit aufzubauen, dass er einen schwierigen und gefährlichen Auftrag ausführen kann. parallel dazu ist ja auch Carrie vor Ort nach Teheran gereist, um den Weg zu bereiten. Aber bei der Anreise ging ja schon einiges sehr schief. Wir erinnern uns noch gut an das Desaster der letzten Episode von Homeland. Da hat es ja Brody gerade noch mit Mühe und Not über die Grenze geschafft, unter Aufbietung aller Kräfte. Jetzt hat man natürlich den super Plan, ihn in die Nähe eines hohen Tieres bei den Revolutionsgarden zu bringen. Ungefähr genau so, wie es der Plan der ursprünglichen Terrorzellen war, was Brody für sie in den Vereinigten Staaten tun solle. Die Aufgabe, die Brody in beiden Fällen erfüllen sollte, deckte sich ja bis ins Detail, sozusagen die Nummer Zwei in der Hierarchie in die Luft zu sprengen. Oder Vergleichbares. Brody erhält dazu ein Mordinstrument, das nur aus nächster Nähe wirksam ist.

In Homeland versuchen alle ihre Schäfchen ins trockene zu bringen

Jetzt spielt Brody seine Rolle in Teheran aber selbständiger als gedacht. Vor allem auch weniger stark am Gängelband der Verantwortlichen in Washington. Das führt dann dazu, dass im Wesentlichen wieder Carrie übrig bleibt, die genügend Vertrauen zu ihm hat, dass er seine Mission schon von selbst zu Ende werde bringen können. Aber bei allen anderen schwindet dieses Vertrauen zusehends. Und man schätzt Brody sogar eher so ein, dass er vielleicht das große Ganze gefährden könnte. Ob man jetzt, da er seinen Auftrag ausgeführt hat, in irgendeiner Weise wieder zur Normalität wird zurückkehren können, ist ja mehr als fraglich. Ob man ihn überhaupt lebend da herausholen wird, leider auch.

Homeland 3x12 Der Stern / The Star

Nachdem in der letzten Episode von Homeland die Hoffnung darauf, dass das Unmögliche möglich werden könnte, den Schlussakkord gesetzt hat, setzt die vorliegende Folge von Homeland ganz abrupt ein. Es entfällt jegliche Rückschau à la "previously in Homeland ..." und dergleichen. Brody wird unmittelbar am Tatort des Geschehens gezeigt. Er ist bemüht, unter höchster Konzentration alle Spuren so weit zu verwischen, dass er zumindest das Gebäude einigermaßen unbehelligt verlassen kann. Obwohl zunächst ein winziger Schockmoment eingebaut wird, der eine rasche Auflösung erfährt, nimmt die Gefährlichkeit der folgenden Schockmomente zu. Man muss durch das Tor gelangen und am vereinbarten Treffpunkt eintreffen. Aber zuerst ist jemand zum Abholen da, dann schon wieder nicht mehr, und die Kunde von der Tat hat sich so weit verbreitet, dass die Situation immer enger wird. Der Plan zum Ausfliegen des Agenten oder Attentäters war ja zunächst auf Eis gelegt worden, muss jetzt aber reaktiviert werden.

In Homeland geht es düster zu

Zunächst gelingt es Carrie auch, die beiden mittels einiger eleganter Manöver in das so genannte safe house zu bringen. Und am anderen Ende der Welt setzt offenbar Saul alle Hebel in Bewegung, um es doch nicht zu ermöglichen, dass Brody ausgeflogen werden kann. Es gibt einen ausgefeilten Plan mit Helikoptern, die auch vor Tagesanbruch vor Ort sein sollen, um Brody aufzunehmen und auszufliegen. Aber dann kommt alles anders. Es kommen nämlich ganz andere Leute und knipsen das Licht an, obwohl wir deutlich Helikoptergeräusche vernehmen. Carrie ist außer sich, Saul ist sozusagen ausnahmsweise unschuldig, und alles endet in der Katastrophe. Schmerzlich muss man dem beiwohnen, auch Carrie erspart es sich nicht. Monate später scheinen sich die Koordinaten verschoben zu haben. Saul arbeitet nicht mehr in der CIA, Carrie aber schon. Sie wird von Quinn gewarnt, keine Riesenchance zu versemmeln. Und ihr eigener Vater bietet sich als Hilfe in schwierigen Zeiten an. Und am Ende zeichnet Carrie für Brody einen einsamen Stern mit an die Gedenktafel. Aber so richtig froh ist einem nicht zumute dabei.

Homeland Staffel IV Episodenführer

Homeland 4x01 Bluthochzeit / The Drone Queen

In der vorliegenden Folge von Homeland wird die vierte Staffel eröffnet. Es beginnt mit einer langen Sequenz, in der man Carrie, die wir ja in Istanbul wähnen, in einem Auto durch das Dunkel einer Stadt fahren sieht. Nur handelt es sich hierbei nicht um Istanbul, das wird einem beim zusehen zusehends klarer. Carrie befindet sich offenbar in Kabul oder so. Und sie scheint auch höchst brisante Dinge zu tun. Diese haben, wie der Titel schon sagt, wenn man ihn auf Englisch lesen kann, mit dem Einsatz von Drohnen zu tun. Zwar ist Carrie gar nicht so begeistert, als man ihr zum Geburtstag eine Geburtstagstorte mit der Aufschrift "Drone Queen" schenkt, aber es scheint ja den Kern ihrer Tätigkeit voll zu treffen. Das ist besonders von daher interessant, dass man eine spürbare Veränderung in ihrem Charakter wahrnimmt. Sie wirkt hier in Kabul noch eine Spur härter und unerbittlicher als sie die vorherige Staffel von Homeland verlassen hat. Und offenbar kümmern sich andere um ihre kleine Tochter. Währenddessen hat sie einen Einsatzbefehl zu verantworten, bei dem sie sich nicht ganz sicher ist. Die Informationen des Stationsschefs waren bis dato immer einwandfrei gewesen, aber sie sind jetzt für einen tödlichen Einsatz so kurzfristig, dass noch mehr Unschuldige sterben als man wohl unter normalen Umständen in Kauf genommen hätte.

Es geht zynisch in Homeland in die vierte Staffel

Der Drohnenangriff geht dermaßen schief, dass plötzlich das Leben des Stationschefs in Gefahr ist. Sein Konterfei ist überall in der Stadt zu sehen gewesen, und man rottet sich gegen ihn zusammen. Auf einer Mission, wo man nicht so genau weiß, was er da macht und will, die aber offenbar vor allen anderen vertuscht werden muss, gerät er in eine Falle. Eine Tür ist ihm versperrt, die er eigentlich offen wähnen musste. Auf seine Nachfrage erhält er keine Antwort. Nachdem Quinn und Carrie vergeblich versuchen, ihn aus der Verfolgung durch einen Mob zu retten, müssen sie zusehen, wie er gelyncht wird. All das und noch viel mehr hat Carrie wohl demnächst vor der Botschafterin in Pakistan zu verantworten. Ob das wohl so glatt laufen wird?

Homeland 4x02 Islamabad / Trylon and Perisphere

Der englischsprachige Titel dieser Episode von Homeland macht offensichtlich eine Anspielung auf eine gigantische Skulpturenkonstellation der New Yorker Weltausstellung 1939/1940. Aber was es jetzt damit genau auf sich hat, da sind wir etwas überfragt. Es gibt aber sicherlich den einen oder anderen popkulturellen Hinweis, der uns da weiterhelfen könnte. Aber so schnell haben wir ihn nicht auf Lager. Beziehungsmäßig geht es allen ziemlich schlecht in ihren jweieligen Leben. Manchmal leiden sie lselber darunter. Manchmal leiden andere darunter. und manchmal lassen sie andere dafür leiden. Es ist ein offenbar ewiger Kampf, der in gewissem Maße nicht enden wird. Der Angriff auf den Gegner, der eine ganze Hochzeitsgesellschaft ausgelöscht hat, führt dazu, dass Lockhart berechtigterwiese im Kreuzfeuer der Kritik steht. Gleichzeitig ist etwas faul in Islamabad, wie Carrie herausbekommt, die von Lockhart eigentlich zurückgepfiffen wurde. Es sieht auch so aus, als ob er ihr die Verantwortung zuschanzen wollte. Dabei ist Carrie da einer Sache auf der Spur, die Lockhart sehr in Bedrängnis, wenn nicht gar ins Gefängnis bringen könnte, wenn sie denn nur herauskäme. das alles scheint sie fest m Griff zu haben.

Bei Homeland geht Quinn allmählich aus der Naht

Quinn jedenfalls, um den steht es gar nicht so gut. Er spricht dem Alkohol sehr zu und gerät in komische Sachen hinein. Darüber wollen wir mal den Mantel des Schweigens ausbreiten. Jedenfalls verhält sich Quinn eigentlich fast ritterlich, irgendwie aber auch unbegreiflich. Er hat noch sehr an den Umständen zu knacken, die zum Tod des Stationschefs geführt haben. Carrie hingegen kann sich mit ihrer Rolle als Mutter so überhaupt nicht anfreunden. Das ist schmerzlich anzusehen und gleichzeitig führt es auch noch dazu, dass sie um ein Haar ein Riesenverbrechen begeht. Ihre Familie ist aufgrund ihres Verhaltens ja ohnehin am Rande des Nervenzusammenbruchs und sie deichselt es so, dass sie auf jeden Fall binnen kürzester Zeit wieder in ein Hochrisikogebiet versetzt werden kann, wo sie ihre Tochter auf gar keinen Fall mit hinnehmen kann. Ein durchsichtiges Manöver? Gewiss. Viel undurchsichtiger hingegen dürften die Geschichten sein, die der alte Vorsteher in Islamabad angerichtet hat. Offenbar mit Schützenhilfe aus Washington.

Homeland 4x03 Die Tyrannei der Geheimnisse / Shalwar Kameez

Vermutlich fiel bei Homeland den deutschen Übersetzern nun partout kein Titel für diese Episode ein, der die Mischung aus Fremdheit und Bedeutung, die der englische Titel trägt, ins Deutsche hätte transportieren können. Wie dem auch sei, so ist jedenfalls die Tyrannei der Geheimnisse eine direkte Übersetzung einer Äußerung von Saul in Islamabad. Aber wie kommt Saul nach Islamabad? Ja, das ist so eine Geschichte.  Und vielleicht kommt ja am Ende sogar auch noch Quinn nach Islamabad. Aber der Reihe nach. Denn eingangs der Geschichte sieht es überhaupt nicht so aus, als würde Quinn noch einmal irgendetwas machen außer zu versumpfen. Er wird darüber auch zunehmend gereizter und unleidlicher. Auch gegenüber denjenigen, die ihm eigentlich wohlgesonnen sind. Na, das ist vermutlich wirklich so, dass er einfach zu viel mitgemacht hat. Aber Carrie hat auch ihr Päckchen zu tragen dort in Islamabad. Es ist auch interessant, wie man als Publikum einfach kalt lächelnd darüber hinweg geht, dass sie sich ja gerade eben erst ihrer Tochter gegenüber als total entfremdet gezeigt hat. Hier in Islamabad entwickelt sie jedenfalls unter Hochdruck Pläne und ist auch schneller als Saul es glauben würde.

In Homeland sind alle irgendwie nicht ganz auf der Höhe

Carrie ist ja immer noch auf der Suche nach den Hintergründen des Todes des früheren Chefs. Insbesondere muss sie den Vermutungen nachgehen, Informationen seien in zwei Richtungen geflossen und die CIA sei im Prinzip doch am eigenen Verrat gescheitert, weil gleichzeitig Dinge verraten wurden. Sie kommt interessanterweise aber auf ihre Weise nicht ganz so weit wie Quinn, der sich in seinem Schmerz immer wieder die gleichen Videos von der Lynchgeschichte ansieht. Denn ihm fällt dort ein nicht unerhebliches Detail auf. Das verändert dann natürlich alles. Und dann führt es natürlich auch noch dazu, dass Quinn nach seinem Kurzanruf von Carrie gebeten wird, umgehend nach Islamabad zu kommen. Und dass Quinn Carrie nichts, aber auch gar nichts abschlagen kann, das steht ja mittlerweile fest, denn es sind einige Figuren in der Serie, denen das auch schon aufgefallen ist.

Homeland 4x04 Das Eisen im Feuer / Iron in the Fire

In dieser Episode von Homeland decken sich der deutsche und der englische Titel. Und man hat, wenn man in der Folge so weit gekommen ist, ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Und "Sache" ist hier auch das richtige Wort, denn man kann sich des Eindruckes langsam nicht mehr erwehren, dass sich Carrie auf einer langen abschüssigen Gerade befindet, die dazu führen wird, dass sie die Menschen um sich herum ausschließlich als Gegenstände behandeln wird. Aber dazu später. Zunächst ist es ja so, dass die Fahndung nach dem Mörder von Sandy Bachman immer weiter geht. Wir werden aber auch vertraut damit gemacht, wie es sich so weiterhin anfühlen mag, wenn man einmal auf den Pfad der schlechten Gewohnheiten gekommen ist. Zum Beispiel durch den Verrat von Landesgeheimnissen. Wir ahnen auch, welche Mischung aus Eitelkeit und Schlappschwänzigkeit zu den Eingangsvoraussetzungen für solche Schandtaten gehören dürfte. und dann tauchen halt immer wieder Frauen auf, mit denen nicht gut Kirschen essen ist - und die kleinen Möchtegern-Gangster sind geliefert.

In Homeland wird es immer krimineller

Die so genannten "leaks", aus denen die eine wie die andere Seite immer ihre Informationen bezieht, werden langsam offenbar. An höchster Stelle befindet sich ein solches Leck. Zudem ergeben die Nachforschungen Farahs, dass der sich in Schwierigkeiten befindende Aayan  immer noch Kontakte zu interessanten Persönlichkeiten an höchster Stell unterhält. Na so etwas aber auch. Er wird allerdings in einer weise in die Dinge verwickelt, dass die von Carrie in Aussicht gestellte Ausreise und das Fortsetzen des Medizinstudiums in London für ihn zu einem rettenden Strohhalm werden. Aber man ahnt, nein, man weiß es doch schon, dass Carrie hier nicht im mindesten daran denken kann, ihre Versprechungen auch nur im geringsten einzuhalten. Zu Recht machen sich Saul und Quinn große Sorgen um sie. Was sie natürlich auf die Palme bringt. Und was der undurchsichtige John Redmond treibt, der ja immer noch über seine Impotenzisierung durch die Herabstufung zum Stellvertreter erbost ist. Wir wissen es nicht. Aber die Folge endet, so darf man wohl sagen, mit einem weiteren fatalen Fick.

Homeland 4x05 Dunkle Wolken / About a Boy

In der Tat gibt es bei beiden Titeln für die heutige Episode von Homeland ihre je eigene Berechtigung.Sie beziehen sich auch beide auf Aayan. Es geht in der Episode in der Tat sehr lang fast ausschließlich um Aayan, aber eben nicht nur. Der englische Titel unterstreicht, dass es Carrie wirklich extrem intensiv um Aayan geht. Beziehungsweise dass sie sich extrem um Aayan bemüht. Es ist ja alles bloßes Rekrutieren. Aus verschiedenen Gründen passt das Peter Quinn nicht so in den Kram, denn die Methoden sind ja auch extrem ungewöhnlich, was Carrie mit der ablaufenden Zeit begründet, die ihr für die Rekrutierung Aayans benötigt. Dass der am Ende die entscheidende Information sogar freiwillig an Carrie weitergibt, zeigt, wie verlässlich ihre unter Aufbietung aller körperlichen Kräfte durchgezogene Methode ist. In der Botschaft geht es parallel dazu heiß her. Die Botschafterin hat ja einen Ehemann, der immer verlässlicher in den Sumpf des Geheimnisverrates hineingerät. Ihm bleiben nach ein paar Fehltritten auch kaum noch andere Optionen als das böse Spiel noch weiter zu treiben. Seine Aufpasserin vom Geheimdienst ist auch zügig immer zur Stelle, um zu verhindern, dass er da irgendwie aus der Reihe tanzen sollte.

In Homeland läuft es auf die Katastrophe zu

Der Mann der Botschafterin wird, so ist hier schon offenbar, schlimme Dinge tun. Informationen über Carrie hat er schon besorgt. In der Sache "Ermordung von Sandy Bachman" scheint aber Saul einfach durch die Tatsache, dass er mit offenen Augen durch den Flughafen geht, einen entscheidenden Schritt weiter zu kommen. Er sieht den Übeltäter, vermutlich auf der flucht. Auf der Toilette scheint er von zwei üblen Typen schlimm zugerichtet worden zu sein. Saul wird aber dabei selber zum Opfer. Und dann versuchen Farah und Quinn ihr möglichstest, um Saul zu helfen oder irgendwie rauszuhauen, sind auch auf der richtigen Fährte, ohne es zu wissen, aber leider kann Carrie keine Drohne anordnen, weil sie aus Tarnungsgründen das Handy im Bett immer ausmacht, wenn sie nackig drin liegt. Und in Begleitung.

Homeland 4x06 Der Junge / From A to B and Back Again

Ach du Schreck - diese Folge von Homeland endet geradezu vernichtend. Aber das kündigt sich alles lange schon an. Carrie betreibt da ihr Spiel mit Ayyan geradezu in beängstigender Perfektion. Und da das Publikum auch nur in recht geringer Weise eingeweiht ist, hält die Folge auch die eine oder andere Schrecksekunde für uns bereit. Das gilt in gewissem Maße aber auch für Carrie selbst, denn eine ihrer Inszenierungen gerät doch realistischer als es ihr selber lieb sein dürfte. Na ja, vielleicht gilt das für alle ihre Pläne. Zunächst versucht sie ja mit aller Gewalt, Ayyan gefügig zu machen. Sie kennt da im Prinzip ja auch keine Grenzen. Man kann Quinns Bedenken gut nachvollziehen, moralisch ist an der ganzen Aktion nichts Gutes dran, aber viel Verwerfliches. Als Publikum ist man beständig dabei, sich aus Scham vor dem Bildschirm zusammenzukrümmen, so beinahe körperlich unangenehm sind die Szenen, wo Carrie durch vorgespieltes Getue Ayyan in die Falle lockt, mittels der er letztendlich in die Pfanne gehauen wird. Das muss man sich auch einfach einmal vorstellen, welche Grenzen sie da dauernd überschreitet, um für alle sichtbar und fühlbar mit einem Menschenleben zu spielen.

In Homeland bleibt es menschlich gruselig

Nachdem Ayyan Anstalten macht, irgendwie auf die Reise nach London zu drängen, die man ihm in Aussicht gestellt hatte, wird ihm ein tüchtiger Schreck eingejagt, da ja der Geheimdienst hinter ihm her ist. Die Agenten richten auch in der Wohnung einen tüchtigen Krawall an, und es kommt zu Nasenbluten. Das ist durchaus wichtig. Da aber der waschlappige Schnüffler auch mit von der Partie ist, was niemand zu merken scheint, werden entscheidende Informationen weitergereicht. Daher tritt Ayyan dann eine Busfahrt ins Jenseits an. Das führt dann dazu, dass am Ende in einer sehr bewegenden Szene derjenige, der am allerwenigsten dafür kann, ausgerechnet noch von seinem letzten übrig gebliebenen Familienmitglied getötet wird, bevor ihm sonst überhaupt eine Bombe auf den Kopf geschmissen worden wäre. Aber dadurch, dass in letzter Sekunde Quinn einschreitet können sowohl der böse Mann als auch der gefesselte Saul bewahrt werden.

Homeland 4x07 Der Schutzschild / Redux

Nachdem in der letzten Folge von Homeland klar geworden ist, dass Carrie im Zweifelsfall jeden aufs Spiel setzen würde, wenn es darum geht, eine Mission durchzuführen, wird sie in dieser Folge selber zur Zielscheibe. Aber das wird ihr (und vermutlich auch anderen) erst im Laufe der dargestellten Handlung bewusst. Beziehungsweise ist es sogar sehr fraglich, ob ihr das selber so bewusst ist. Aber dazu später. Es beginnt damit, dass sehr sehr langsam klar wird, dass und wie der Geheimdienst des Iran in die Entführung Sauls verwickelt ist. Dass aber bei der Verhandlung mit der Delegation CIA-Chef Lockhart auftritt wie der sprichwörtliche Hein Mück von der Muckibude, hilft hier offenbar nicht besonders weiter. Carrie allerdings geht langsam aus der Naht. Wir wissen auch, dass das von langer Hand geplant ist. Und zwar auch noch unter Zuhilfenahme einiger sehr schmieriger Hände. Die Botshcfaterin, der gleich von mehreren Seiten in den Rücken gefallen wird, kann daran kein gutes Haar finden. Sie erwägt ausgesprochen ernsthaft ihren Rücktritt und hat quasi den Brief schon geschrieben. Auf fadenscheiige Weise bringt sie aber ausgerechnet derjenige durch gutes Zureden davon ab, der im Hintergrund Böses im Schilde führt. Wahrscheinlich weil er auch noch denkt, er könnte dabei bei der knallharten Gegnerin auch noch landen.

In Homeland nehmen schlimme Ereignisse ihren Lauf

Derweil ist Saul in Gefangenschaft und wird gar nicht einmal derart gedemütigt, wie man es erwarten würde. Ein bisschen aber schon. Er soll als unterpfand dienen, dient aber wie am Ende der letzten Episode von Homeland, bereits im jetzigen zustand schon einmal aals Schutzschild. Wie hoch sein Wert im genfangeneaustausch einzuschätzen sei, das wird wohl noch abzuwarten bleiben. Aber er wird sicher recht hoch eingeschätzt. Und um carrie kümmert man sich auch gleich noch rührend dazu. nachdem man sie medikamentös ziemlich außer Gefecht gesetzt hat und sie alleine auf den Straßen herumirrt, spendet man ihr auf die gruseligste Weise trost. Man möchte aber natürlich gewiss nur das Schlechteste für sie!

Homeland 4x08 Flucht oder Tod / Halfway to a Donut

In der vorliegenden Episode von Homeland geht es tatsächlich auch um ein Stück Gebäck, das beinahe so ähnlich wie ein Donut sein soll. Es hat auch in gewisser Weise etwas mit der Alternative "Flucht oder Tod" zu tun. Jedenfalls kommt es auf der einen Seite dazu, dass sich Carrie langsam aber sicher aus dem induzierten Wahnsinnsanfall befreien kann. Aber einiges ist dann doch sehr mysteriös. Weiß denn zum Beispiel derjenige, der vorgibt, nichts zu wissen, tatsächlich so wenig von dem, von dem er behauptet es nicht zu wissen? Man weiß es zunächst nicht. Jedenfalls ist er dann so nett, Carrie zur Botschaft zurückbringen zu wollen. Doch sie lehnt dankend ab. Als sie in der Botschaft angekommen ist, will sie aus guten Gründen nur den allerengsten Kreis der Menschen einweihen, die es wissen müssen: es muss eine Schwachstelle innerhalb der Botschaft geben, so viel steht fest, aber man weiß ja jetzt überhaupt nicht mehr, wem man nicht vertrauen kann und wem doch. Und natürlich ist es auch just der trantütige Donut-Tütenträger, der das auch noch alles mitbekommt. Er ist aber der letzte, der das mitbekommen sollte.

Wichtig ist aber auch, dass es Saul gelingt, auf eine ganz spektakuläre Weise sich eine flucht aus seiner Geiselhaft zu ermöglichen. Er wartet mit scharfem Blick auf eine Gelegenheit und schafft es dann mit der nötigen Fingerfertigkeit und einem groben Schuss Gewalt, die Fesseln hinter sich zu lassen. Mithilfe eines tragbaren Telefons wird er zusätzlich auch noch ortbar und kann parallel auch Anweisungen entgegennehmen, die dazu führen, dass man ihn in Sicherheit bugsieren will. Wenn nicht, dann will er lieber sterben als noch einmal in Gefangenschaft zu geraten, da er ja gegen eine größere Anzahl Personen ausgetauscht werden soll. Dazu will er es aber auf gar keinen Fall kommen lassen. Jetzt ist es aber so, dass der Donut-Tüten-Träger ja bestimmte Informationen durchgestochen hat. dafür wird auch Saul noch schimpfen wie ein Rohrspatz. Aber am Ende erfährt Carrie ja auch noch über die Machenschaften von Mr. Donut!

Homeland 4x09 Der Tunnel / There’s Something Else Going On

Ach du liebes bisschen. Nachdem sich in der letzten Folge von Homeland ja schon abzeichnete, dass schwer was im Busche sein würde, geht es jetzt vollends zur Sache. Donut-Dennis ist in seiner Einfalt in full swing, obgleich ihm schon alle auf der Spur sind. Das merkt man aber auch als Publikum nicht sogleich. Daher hat man es ein wenig schwer, wird daher aber auch noch eine Runde überraschter. Zwei Dinge laufen ja wieder parallel ab. Nachdem man letzte Folge ja schon schwer in die Pfanne gehauen wurde, musste man zähneknirschend in den clever eingestielten Gefangenenaustausch einwilligen. Dieser gefällt ja am allerwenigsten dem in diesem Kuhhandel als Austauschpartner fungierenden Saul. Dieser würde bereits mehrmals lieber gestorben sein als hier mitzumachen. Und er macht eigentlich am Vorabend der Übergabe auch eine furchtbare Entdeckung. Beziehungsweise wird das, was er am Vorabend als beunruhigend wahrgenommen hat, beim Einsteigen in den Volkswagen, mit dem er zum Übergabeort gefahren werden soll, noch viel deutlicher in seiner ganzen Grausamkeit. Irgendwie ist es auch seltsam, dass die pakistanischen Abgesandten doch mehr auf der Seite der anderen Gruppe zu stehen scheinen als man es für gut befinden würde.

In Homeland gibt es Verrat in der Botschaft

Währenddessen wird immer klarer, wie tiefgreifend eigentlich das Sicherheitsleck in der Botschaft ist. Dass der damit intim verttraute Ehemann der Botschafterin zunächst tut, als sei er immer nur im Wald zum Pilze Sammeln unterwegs und würde gar keinen Geheimnisverrat begehen, nimmt ihm niemand ab. Auch wenn die Finte der Botschafterin so gut gespielt ist, dass man sogar das Gefühl hat, dass alles echt ist. Aber nachdem sich Saul beinahe weigert, sich in der Übergabe beim Gefangenenaustausch gegen die hochrangigen Terroristen austauschen zu lassen, sprengt er beinahe alles in die Luft, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Als das aber nicht geschieht, und alles über die Bühne geht, da denkt man, dass jetzt alles glatt gelaufen ist. Und da wird es erst recht in die Luft gesprengt.

Homeland 4x10 Dies ist keine Übung / 13 Hours in Islamabad

Ja, dass das am Ende des Tages keine Übung ist, war uns bei dieser Folge von Homeland schon bewusst, als wir uns die letzte Folge von Homeland noch einmal vor Augen geführt haben. Alles ist in die Luft gesprengt und der betrügerische Ehemann hatte die Informationen über den Tunnel ausgeplaudert. Da dämmert uns Einiges: die in die Angriffszone entsandten Marines können die Botschaft nicht mehr sichern. Sie geraten unmittelbar nach ihrem Eintreffen aber auch in einen Hinterhalt. Das heißt, dass Quinn und die Botschafterin sie auch nicht mehr zurückrufen können, zumal sie auch zahlenmäßig schwer angeschlagen sind. Derweil wird den derart in die Klemme geratenen auch die Hilfe verweigert. Beziehungsweise soll die Hilfe auf ein Geheiß von oben hin so spät eintreffen, dass bereits alles vorbei und erledigt ist. Und was gibt es zwischendurch in der Botschaft zu erledigen? Na ja, man dringt ein und versucht wichtige Dokumente zu ergattern. Diese sind aber in einem unterirdischen Sicherheitsverlies sicher untergebracht. Aber das schreckt die Übeltäter nicht. Sie reihen die noch nicht erschossenen Geiseln zur Hinrichtung auf und erschießen eine Person nach der anderen, bis ihnen Lockhart tatsächlich nachgibt und einen Koffer mit wichtigen Dokumenten übergibt, nämlich die Namen aller Menschen, die auf pakistanischem Boden mit der CIA zusammenarbeiten.

Überfälle sind in Homeland an der Tagesordnung

Dass dann der Oberübeltäter, ganz wie die Botschafterin vorausgesagt hat, den Befehl gibt, alle Anwesenden zu erschießen, kommt überhaupt nicht überraschend. Er tötet auch noch die Mitarbeiterin, in die der stille Max ganz verliebt ist. Aber zum Glück können Quinn und ein übrig gebliebener Rekrut noch Schlimmeres verhindern. Am nächsten Tage sollen dann eigentlich alle die Heimreise antreten. Aber gegen den ausdrücklichen Befehl Carries hat sich Quinn bereits verkrümelt, um die Verfolgung der Übeltäter aufzunehmen, da er den Hauptübeltäter auch anschießen konnte. Und zu seiner Unterstützung will Carrie dann letzten Endes auch da bleiben. Au weia, wenn das mal gut geht!

Homeland 4x11 Astrid / Krieg Nicht Lieb

Ach du meine Güte, hier in dieser Episode von Homeland haben aber die englischen Titelausdenkenden haben ja einmal völlig am Rad gedreht. Das ist wahrscheinlich der Versuch gewesen, das deutsche Element einzuführen und gleichzeitig über den Charakter der Astrid die Botschaft "Make love not war" umzudrehen und in einer deutsche Scheinübersetzung anklingen zu lassen. Das misslingt aber in der tat gründlich. gleichzeitig ist es aber eine Episode von Homeland mit einigen überraschenden Twists und Turns (oder turns). Zunächst schleicht sich Quinn ja bei der im deutschen Titel episodenbenamenden Astrid an, um dort seinen großen Schlag vorzubereiten. Carrie möchte allerdings um jeden Preis mit der ganzen verbliebenen Mannschaft den Rückzug antreten. Die Begegnungen zwischen Carrie und Astrid sind daher auch durchweg recht spannungsgeladen. Und von beiden Frauen weicht keine so recht einen Millimeter zurück. Und was sagt Quinn, als Astrid, in deren Kleiderschrank er noch ein paar Klamotten hängen hat, Carrie als seine Freundin bezeichnet? Genau, er sagt lieber nichts. Aber er schraubt ein bisschen an seinem Plastiksprengstoff herum.

Quinn will in Homeland alles in die Luft sprengen

Auch Max ist ja völlig auf Quinns Seite, denn er hat die von ihm heimlich geliebte Farah verloren. Sie wurde ja von dem Mann gemeuchelt, den Quinn jetzt unbedingt zur Strecke bringen will. Gleichzeitig laufen zwei große Ausbootungsaktionen in den USA. Lockhart ruft nämlich an, da er offenbar über nichts mehr informiert wird und sein Nachfolger schon gesucht wird. UNd Carrie wird irgendwie auch außen vor gelassen. Das ist für beide nicht so besonders schön. Aber was sollen sie machen? Nachdem Carrie Quinn nicht zurückhalten kann, stellt sie sich einfach selbst kurzerhand an den Ort des Geschehens und verhindert somit, dass Quinn seinen Plan umsetzen kann. Aber gleich darauf packt sie die Reue und sie versucht mittels einer Pistole den Oberschurken aus nächster Nähe zu erschießen. Aber dann kann das Publikum einen Blick auf den Mitinsassen im Auto des Bösewichtes werfen. Und das haut einen ja doch um, was man da entdeckt!

Homeland 4x12 Niemandsland / Long Time Coming

In der vorliegenden Folge von Homeland macht sich allenthalben ein Abschied und ein umbruch breit, dass es nur so eine Art hat. Abschiedsschmerz und Umbruch liegen dabei aber sehr nah beieinander. Und alles endet in einem Haufen verpasster Gelegenheiten, der nur noch von den Schreckensszenarien ergriffener gelgenheiten übertroffen wird. Dass der große Dar Adal ja mit dem Topgesuchten in einem Auto herumgefahren ist, wissen wie ja seit der letzten Episode. In dieser Folge von Homeland  wird aber auch noch deutlich werden, warum der Begriff "Kuhhandel" hier aber vielleicht sogar zu kurz gegriffen ist. Es wird, so wird hier klar, das ganz große Spiel gespielt. Aber was sich dann der Puppenspieler davon verspricht, das ist auch nicht so ganz klar. Parallel dazu steigt Lockhart zu einem der ersten male von seinem hohen Ross herunter, aber er ist ja auch schwer angeschossen. Er muss für ein großes Desaster die Verantwortung übernehmen und weiß zwar noch nicht, dass er im Zentrum des großen Deals steht, aber an seinem Abgang wird mit großen Werkzeugen herumgeschraubt. Davon wiederum profitiert Saul, aber sehr zu seinem eigenen Misstrauen und zum großen Missfallen Carries.

Um ein Haar böte Homeland ein happy ending

Quinn indessen hat sehr eingesehen, dass seine ganzen Versuche aus der CIA auszusteigen, alleine nicht funktioniert haben und alleine auch nie funktionieren werden. Astrid hat so ähnliche Dinge bereits von ihm geweissagt, und Quinn wünscht sich ncihts sehnlicher als eine Schützenhilfe vom Kaliber Carries an seiner Seite. Und an sich geht es Carrie da sehr ähnlich. Sie kann ja auch aus Anlass der Trauerfeier für ihren Vater festsellen, dass Quinn sich ja auch noch ruckzuck mit ihrer tochter angefreundet hat. Das scheint ja ein weiteres zeichen dafür zu sein, dass er nicht nur so sensibel tut, sondern es möglicherweise auch ist. Aber anlässlich der Trauerfeier gerät sie mit ihrer Mutter, die plötzlich auftaucht, völlig aneinander. Dann tut es ihr leid, sie fährt ihr noch einmal hinterher und erfährt Dinge, die ihr völlig neue Perspektiven eröffnen. Aber für Quinn ist es damit schon zu spät. Er ist im Feindesland!

Homeland Staffel V Episodenführer

Homeland 5x01 Die Schwachstelle / Separation Anxiety

Ja, in der fünften Staffel von Homeland geht es gleich richtig los, und man traut den eigenen Ohren nicht. Es wird Deutsch gesprochen, und zwar richtiges Filmdeutsch, also nicht so ein Filmdeutsch, wie man es normalerweise kennt, sondern richtiges Deutsch von deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern. Dafür klingt dann das Englisch von einigen auch ziemlich deutsch, aber das liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache. Jedenfalls beginnt die fünfte Staffel von Homeland in Berlin. Carrie hat sich offenbar erfolgreich von der CIA losgesagt und arbeitet jetzt bei einem Otto als Sicherheitschefin in dessen Stiftung. Parallel dazu läuft der Krieg im Internet von allen gegen alle. Zwei, die sonst zum Geldverdienen Pornos drehen und ins Internet stellen oder so eine Netzwerkgeschichte für einen Webcam-Schuppen betreiben, stellen ein Video auf eine Webseite. Sie werden dabei sozusagen von der CIA ertappt. Beziehungsweise begegnen sie sich im Netz. Das geht für die CIA nicht so besonders gut aus, denn ihre Firewall scheint eine entscheidende Schwachstelle zu haben. Die beiden Heinis ziehen eine größere Anzahl an Dateien auf ihren Rechner und spielen eine davon auch noch einer Journalistin zu.

Jetzt spielt Homeland in Berlin

Diese arbeitet, was einen kaum verwundert, auch noch für den gleichen Otto wie Carrie. Ja ist das denn zu glauben? Das birgt jede Menge Konfliktpotential. Gleichzeitig gibt es noch Konfliktpotential, weil Otto mit allen in den Libanon will. Carrie geht dazu aufs Ganze, um das einigermaßen hinzubekommen. Die grenzüberschreitende Arbeit ist also immer noch ihr Metier. In seinem alten Metier ist offensichtlich auch Peter Quinn, denn er erhält über eine Art toten Briefkasten, ach nee, Todesbriefkasten Aufträge für Morde, die auf keinen Fall in irgendeiner Weise mit der CIA in Verbindung gebracht werden sollen. hinter den Aufträgen steckt Saul, der offenbar sauer auf Carrie ist und seine eigene Nichternennung zum CIA-Chef nicht gut verknusen kann. Und er scheint Carries neue Stelle überhaupt nicht gut zu finden. jedenfalls gibt es Zoff zwischen beiden. und dann veröffentlicht die Mitarbeiterin die Datei auch noch. Ausgerechnet.

Homeland 5x02 Drecksarbeit / The Tradition of Hospitality

Ach du liebe Zeit, da lauert eine ganz schöne Schrecksekunde auf uns, nämlich sowohl in der Mitte als auch am Ende der Episode von Homeland. zunächst ist es ja so, dass gegen den Rat von Carrie ganz viele Reisevorbereitungen getroffen werden, die alle nicht so optimal sicher sind. Es müssen Deals mit zwielichtigen Leuten abgeschlossen werden, um einer guten Sache zu helfen, aber das ist ja immer eine recht zweifelhafte Angelegenheit. Und dann sieht es ja immer erst so aus als könne etwas gelingen, nur um dann wieder schief zu gehen. Also die Frage mit der Drecksarbeit ist ja fast genau so drängend wie die nach der sprichwörtlichen Gastfreundschaft. Carrie hatte sich in der letzten Folge von Homeland ja schon ganz schön in Gefahr begeben, um den Besuch im Camp überhaupt möglich zu machen. Jetzt kommt sie da an und muss als erstes auch wieder in Verhandlungen eintreten, um für nicht weniger als 40 000 Dollar so etwas wie eine einzige Stunde Sicherheit herauszuholen. Aber da läuft in der Tat nicht alles glatt. Während zunächst ein einzelner Attentäter sein Unwesen zu treiben scheint, steckt dahinter wohl doch ein größeres Komplott.

Bei Homeland gibt es Drecksarbeit allüberall

Dann wird die Journalistin nach einem Fernsehinterview eingesperrt beziehungsweise festgehalten. Sie misstraut ja auch Carrie zutiefst, der man aber ebenfalls misstraut. Man bekommt auch noch mit, wie Peter Quinn seine Auftragsarbeit als Killer beziehungsweise Hitman professionell erledigt. Ein etwas schlurfender Saul Berenson schleicht zu dem Todesbriefkasten. Und in dem Camp gehen mehrere Bomben hoch. Das führt direkt zu einem Riesenschrecken vor Ort. Aber Carrie will sich gar nicht mit in Richtung Berlin evakuieren lassen. Sie will herausbekommen, warum das alles so misslungen ist. Das führt dann zu einer riesigen Schrecksekunde in ihrem Hotelzimmer. Diese ist zunächst nicht mehr ganz so schrecklich, zeigt aber den Hintergrund der Drecksarbeit im Camp auf. Oder deutet ihn wenigstens an. Und dann erhält Quinn in einer Art Kreuzworträtsel möglicherweise seinen bis dahin dreckigsten Job.

Homeland 5x03 Die Summe meiner Sünden / Super Powers

Das ist im englischen Titel dieser Episode von Homeland aber wirklich sehr gut gelungen, dass man hier die Begriffe Supermacht und Superkräfte miteinander verschmolzen hat. Denn da sind offenbar tatsächlich die Supermächte im Hintergrund am Wirken. Wir wissen ja bereits Bescheid über den Auftrag, den Peter Quinn beim Kreuzworträtsel mitten in der Nacht gezogen hat, und da ist uns nicht so ganz wohl ums Herz. Carrie hat dann auch noch einmal einen großartigen Moment, weil sie sich entschieden hat, ihren eigene Superkräften zu vertrauen. Wir kennen diese. Wenn die nicht mal am Ende auch sehr nach hinten losgehen. Jedenfalls ist es so, dass auf eine sehr merkwürdige Art und Weise das Spiel der Chefin des lokalen CIA-Büros in Berlin, bei dem sie versucht, Saul und Dar Adal gegeneinander auszuspielen, ziemlich nach hinten losgeht. Aber irgendwer muss man doch den USA als Schuldigen an dem Desaster verkaufen können, dass die ganzen Dokumente futsch sind. Gleichzeitig versucht der Hacker mit dem schlechten Gewissen noch mehr Dokumente in die Veröffentlichungsschleife zu kriegen. Er hat dabei aber wahrscheinlich nicht mit der großen Verschlagenheit beziehungsweise der großen Dummheit seines Partners gerechnet. Obwohl er alles sehr trickreich und vorsichtig einfädelt, erreichen nämlich gar nicht die richtigen Dokumente die dafür vorgesehene Empfängerin. Aber vermutlich weiß weder er noch die Empfängerin das nicht.

In Homeland wird es richtig ernst

Carrie muss sich allerdings aus Berlin zurückziehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen. Aber das macht nichts, man kann ja immer noch Jonas' Sohn als Unterpfand einsetzen und entführen. Ausgerechnet der große Kinderfreund der Serie macht sich an diesen dreckigen Job. Unter fadenscheinigen Vorwänden sperrt er den Sohn in einen Kleinlaster. Und als dann der Anruf der verzweifelten Mutter kommt, schlägt die Ortungsfalle zu. Im Dunkeln denkt man aber erst, dass Quinn großes Pech hat. Aber er hat dann doch Glück. Wie es mit Saul hingegen aussieht, hat er etwas Komisches am Laufen. Oder am Liegen.

Homeland 5x04 Das Schließfach / Why Is This Night Different?

Jetzt geht es bei Homeland wieder einmal richtig zur Sache und es wird leider auch ganz schön viel Dummes gemacht und dabei auch mit dem Leben bezahlt. Zunächst ist es aber so, dass wir sehen, wie es mit dem Geballere weitergeht ziwschn Carrie und Quinn. Carrie wacht nämlich benommen auf, aber sie registriert zunächst gar nicht, dass Quinn sie mitninchten aus der Gewalt von Entführern befreit, sindern die Sachlage eine andere ist. Bald aber wird offenbar, dass Carrie geradezu Glück hat, Quinn in die Hände gefallen zu sein. Er erledigt nämlich seinen schlimmen Job hier nicht, sondern verschafft Carrie eine Möglichkeit, dem schlimmen Schicksal wenigstens für eine kurze eile zu entgehen. oder so denkt er sich es jedenfalls. Aber Carrie möchte nun wirklich auf Teufel komm raus herausbekommen, wer denn hinter dem Auftrag steckt. Das ist selbstverständlich nicht ohne die Aufsichnahme größerer Gefahren zu ermitteln.

Wenn man in Homeland schon einmal eine Idee hat

Der nette Hacker wird völlig von der Tatsache überrascht, dass es sich bei der versuchten und sehr geschickt eingefädelten Aktion zur Dateienübergabe an die investigative Journalistin um eine Pleite gehandelt hat. Diese wurde von seinem Kumpel verursacht, der eine echt gute Business-Idee hat. Er macht ausgerechnet einen Deal mit Russen, um aus den von der CIA erbeuteten Dokumenten bares Geld zu machen. Dabei kommen alleine schon zwei Menschen ums Leben. Ja, das sollte man auch gar nicht erst versuchen, sich mit so jemandem einzulassen. Der gute Hacker weiß das. An der anderen Front versuchen Saul und seine CIA-Bürochefin aus Berlin gleichzeitig den israelischen Kontaktmann auf den Arm zu nehmen und einen Ersatz für Assad ins Spiel zu bringen. Auch dabei geht einiges schief und auch soeben reparierte Menschen müssen sterben. Und dann muss ein weiterer Mensch sterben, der es wiederum auf Quinn abgesehen hat und diesen nach erfolgreich absolviertem Auftrag seinerseits abservieren möchte. Als Carrie ihm das Telefon abnimmt und die einzige Nummer wählt, mit der der gedungene Mörder Kontakt hatte, traut sie ihren Ohren kaum.

Homeland 5x05 Verrat / Better Call Saul

In dieser Episode von Homeland sind die Ereignisse wieder dabei, sich zu überschlagen. zum einen geht es Quinn überhaupt nicht gut. Das ist am Anfang der Folge so wie auch am Ende. Er leidet unter einer Sepsis des Bauchdurchschusses, den er sich im Kampf gegen den russischen Killer zugezogen hat. Dass der Killer russischer Herkunft war, kommt aber im Prinzip auch erst in dieser Folge von Homeland so richtig heraus, weil Carrie Astrid fragt. Astrid ist wie immer ein bisschen spröde. Sie hat aber den guten Quinn sehr gern und ist daher zu Nachforschungen bereit. Am Ende löst ihr Chef das Rätsel und ermahnt sie mit einem der deutschesten Sätze der Serie dazu, solcherlei Nachforschungen, die sie vorgeblich für eine Freundin beim LKA macht, doch bitte außerhalb der Dienstzeit vorzunehmen. Nun, jetzt weiß Carrie dann, dass es sich um eine Art Wassilij Krawallowitsch handelt, aber die ganze Geschichte, die dahinter steht, kann sie noch nicht überblicken. Wichtig ist nur: Saul hat nicht den Todesbefehl gegeben, aber wer dann? Und wer hat das Flugzeug in Genf in die Luft gesprengt, an dessen Bord der General war, mit dem die Amerikaner ja eigentlich überhaupt nicht die Nachfolge Assads gestalten wollten? Das doppelte Spiel der Allison Carr wird jetzt langsam konturiert: Sie hat in der Tat Kontakt zum russischen Geheimdienst und versucht auch einen Keil zwischen Dar und Saul sowie zwischen Saul und seinen israelischen Geheimdienstfreund zu treiben.

Doppeltes oder dreifaches Spiel wird in Homeland getrieben

Das gelingt ihr zum Teil auch offenbar. Aber ganz wohl scheint ihr bei der Sache nicht zu sein. Parallel dazu versucht der gute Hacker den Tod seines Freundes zur Anklage zu bringen, denn auch dort wittert er die Russen am Werke. In einer maskierten Demonstration trifft Carrie dann die Journalistin Laura, aber diese hat ja auch nicht mehr Dokumente zur Verfügung. Und dann geht auch noch Quinn vollends vor die Hunde, just in dem Moment, in dem Carrie vielleicht ein klärendes Gespräch mit Saul führen könnte.

Homeland 5x06 Die Mauer / Parabiosis

Ach du liebe Zeit - in der vorliegenden Folge von Homeland geschehen wieder ziemlich nervenzerfetzende Dinge. Die Lage für Quinn hat sich ja nach ihrer dramatischen Zuspitzung insofern entspannt, als dass er irgendwie in eine ärztliche Obhut gekommen ist. Das scheint auf den ersten Blick eine gute Alternative zum Tod in einem Müllcontainer zu sein. Aber war nicht auch Nicholas Brody in ärztliche Obhut gekommen, und es erging ihm dabei gar nicht so gut? Ein paar Momente später zeigt sich auch, warum Quinn nur in einer sehr trügerischen Sicherheit ist. Aufgrund der Enthüllungen über die CIA-Dokumente müssen nämlich eine ganze Reihe von Personen aus der Haft entlassen werden. insbesondere eine Person kommt dann auch in dem Haus vorbei, wo Quinn behandelt wird und hat gar nicht viel für Quinn übrig. Quinn wird zwar beschützt, aber wie lange geht das wohl gut? Bei Jonas und Carrie jedenfalls geht es irgendwie überhaupt nicht gut. Carrie hat Jonas durch ihr Engagement im Sinne der CIA doch sehr vor den Kopf gestoßen. Eigentlich braucht sie ihn ja dringend, nachdem ihr Gespräch mit Saul so drastisch daneben gegangen ist. Aber jetzt geht eben auch ihr Gespräch mit Jonas ziemlich daneben. Die von ihr mitgestaltete Geheimdienstwelt ist wohl einfach zu wahnsinnig.

In Homeland ist ein Komplott am Schwelen

Saul kommt etwas später aber doch dazu, dass er Carrie doch mehr Vertrauen schenken will als es ihm ursprünglich wohl möglich gewesen wäre. Während Dar Adal ihn immer mehr in die enge treiben möchte, kommt Saul der untrügliche und ja auch nicht ganz falsche Verdacht, dass eigentlich nicht Israel sondern Russland hinter den undurchsichtigen Geschichten stehen könnte. Vorher muss er aber noch die eigentlich von ihm für unüberwindlich gehaltene Mauer zwischen sich und Carrie überwinden. Dazu kontaktiert er sogar ihren Chef von der Stiftung, um ihm für Carrie etwas mitzugeben. Das geschieht mit einem ganz schönen kniff, kurz bevor sich Carrie aufmacht in ein neues Leben. Und Quinn das seinige verteidigt im Kampf gegen das eines anderen. O weia!

Homeland 5x07 Doppelspiel / Oriole

In dieser Episode von Homeland geht eigentlich das Doppelspiel weiter, das sich doch schon durch die letzten Folgen gezogen hatte. In der Mitte steht ganz zentral Allison. All das dürfte auch dem deutschen Publikum aufgefallen sein, denn damit ist der Titel "Doppelspiel" ja ein wenig redundant. Vielleicht wollte man aber dem deutschen Publikum einfach den viel geschickteren englischsprachigen Titel "Oriole" nicht zumuten, denn dazu müsste man ja aufpassen, dass das der Deckname für eine Agentin ist. Quinn kontaktiert übrigens, einigermaßen zusammengeflickt, wieder Dar Adal und hat einen super Plan ausgeheckt. Er wird sich im Auftrag des CIA in eine Gruppe von Terroristen einfügen, um einen Oberterroristen umzubringen. Dar hält das für eine super Idee. Carrie ist immer wieder auf Hilfe angewiesen. Otto hat ihr ja wichtige Dokumente zukommen lassen, deren Auswertung durch Carrie ja doch viel Licht ins Dunkel bringen können soll. Das bedroht eigentlich ja Allison am meisten, aber es weiß ja auch keiner, dass sie mit den Russen unter der Kuscheldecke steckt. Derweil wird ja gerade Carrie darauf aufmerksam, dass in den entwendeten Dokumenten ein paar Dinge an Agentin Oriole vorbeigelaufen sind.

In Homeland müssen wieder Menschen sterben

Carrie macht sich mithilfe der Unterstützung Ottos auf nach Amsterdam. Sie hat nach ein paar cleveren Telefonaten nämlich herausgefunden, dass dort jemand lebt, der längst nicht mehr leben dürfte. Mithilfe von Kontaktleuten schafft sie es in die Wohnung desjenigen, aber es kommen ihr an mehreren Fronten bereits die Russen wieder in die Quere. zu allem Unglück wird auch noch Saul wieder nach Langley geschickt, beziehungsweise soll er das. Aber eine ganze Gruppe dunkler Typen mit schwerer Bewaffnung entführt ihn auf dem Weg zum Flughafen. Da denkt man, au weia, sind es auch die Russen? Aber da ist alles ein bisschen anders als man denkt. Und Carrie wendet sich voller Hoffnung an die Stelle, von der sie Hilfe erbitten will. Leider weiß sie aber gar nicht, dass es sich hier um die allerschlechteste denkbare Stelle handelt.

Homeland 5x08 Akrobat / All About Allison

In dieser Episode von Homeland kommt es in der Tat wieder doch fast eher so, dass man denken muss, dass der englischsprachige Titel doch eine gehörige Ecke besser ist als der deutsche. Denn wenn beim letzten Mal der Titel "Oriole" viel besser war als der deutsche, funktioniert hier die Nutzung des Decknamens wiederum nicht, denn in dieser Episode von Homeland geht es tatsächlich insbesondere um Allison Carr. Das hat damit zu tun, dass hier von der sich auf der Flucht befindenden Carrie einige Flashbacks in die Zeit von Bagdad 2005 führen. Sie hat dabei etliche kleine Bemerkungen gemacht, die ihr so mit der Zeit aufgefallen sind. Diese helfen ihr auch in der Tat bei der Auswertung der Dokumente weiter. Währenddessen ist Quinn unterwegs im Auto Richtung Kosovo. Eigentlich soll die fahrt ja nach Syrien gehen, wo Quinn einen geheimen Plan zum Beseitigen von hochrangigen Heinis hat. Aber man macht zwischendrin eine Zwischenstopp und haut Quinn volle Kanne ein Stahlrohr über die Omme. Das sind alles keine guten Zeichen.

In Homeland geht es rund: Daiquiris und Dollarkoffer

Die Geschichte mit Allison in Bagdad nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Der geneigte Zuschauer beziehungsweise die geneigte Zuschauerin müssen erkennen, dass Allison Carr aufgrund ihrer eigenen Eitelkeit in Versuchung geführt werden konnte, sich mit einem eigentlich an Carrie weiterzureichenden Informanten in die Karibik abzusetzen. Aber wie soll Carrie das wohl herausbekommen? Der Verbindungsmann Allisons beim russischen Geheimdienst ist nämlich äußerst clever vorgegangen. Er schlägt Allison auch einen Deal vor, mit dessen Hilfe beide auch einigermaßen gewinnen können. Helfershelfer ist der schmierige Advokat, der Allison um den Finger gewickelt hat. Den haben die Russen aber mit einiger Wahrscheinlichkeit in Amsterdam bereits beseitigt, damit er nichts ausplaudern kann. Aber auf dem Computer, den Carrie erbeuten konnte, befindet sich ein aufschlussreiches Bild. Numan hilft ihr dabei, es zu lokalisieren. Und für Carrie fügt sich alles zusammen. Gleichzeitig muss Saul verschwinden, weil der Mossad ihn nun doch an die CIA ausliefern will.

Homeland 5x09 Der Mann im Käfig / The Litvinov Ruse

Hier denken wir ja zunächst, dass Allison Carr in der heutigen Folge von Homeland endgültig zu Fall gebracht werden wird. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Das ist in der Tat aber beeindruckend geschrieben, so dass man auch als Zuschauerin oder Zuschauer erst am Ende merkt, wie man ausgetrickst wurde. Na ja, vielleicht merken manche es ja auch schon früher, aber den meisten dürfte es so gegangen sein wie einigen von uns, was wir mit Saul teilen: Wir wissen am Ende gar nicht mehr, was wir glauben sollen. Carrie überbringt Saul mithilfe eines Kontaktes, den sein israelischer Geheimdienstfreund hergestellt hat, die frohe Kunde, dass Allison in die gleiche Bar gegangen ist wie der Heini, der in Amsterdam gewohnt hat, wo er untergetaucht war, nachdem eigentlich sein Tod bei einer Explosion vorgetäuscht wurde. Aber diese Zusammenhänge kennt ja noch niemand. Es ist nur so, dass sich die Anzeichen verdichten, dass der russische Geheimdienst irgendetwas mit Allison zu tun haben könnte oder umgekehrt.

Die Anzeichen in Homeland verdichten sich. Aber wofür?

Gleichzeitig gerät Quinn natürlich in höchste Not. Nachdem ja in der letzten Episode von Homeland irgendwie klar geworden ist, dass seine Entführer (mittlerweile sind es ja in der Tat sein Entführer) gar nicht die Absicht hatten, nach Syrien zu fahren, sondern nur einen Abstecher in den Kosovo und wieder zurück machen, wird seine Situation immer heikler. Er hat sich durch seine Kenntnis der Dinge natürlich recht schnell zusammengereimt, mit welchen Chemikalien zusammen er da durch die Gegend kutschiert wird und wozu das alles gut sein soll. Ein Nervengas, Sarin, soll nämlich hergestellt werden, und damit nicht genug: Man plant offenbar einen Anschlag großen Ausmaßes. Auf sehr zynische Weise wird man dann auch noch den gerade vor dem sicheren Tode bewahrten Quinn zu einem Versuchskaninchen machen. Parallel dazu, dass er vielleicht nur durch die Gnade eines einzelnen dem Tod entrinnt, läuft der Zugriff auf Allison und ihren russischen Vertrauten anders ab als gedacht. Ganz anders.

Homeland 5x10 Brutal normal / New Normal

In der letzten Folge von Homeland ist ja schon klar geworden, dass man Quinn zugunsten schlimmer Propaganda in eine ausgesprochen lebensgefährliche Situation gebracht hat mit dem Ziel ihn umzubringen. Dass Dar Adal damit auch etwas zu tun hat beziehungsweise dem ursprünglichen Plan Quinns seinen Segen gegeben hat, verschweigt er dabei geflissentlich. Gleichzeitig hat sich Allison in eine für alle anderen ausgesprochen ungemütliche Lage manövriert. Sie hat ihren Verrat ja weiterhin als großen geheimdienstlichen Erfolg getarnt, und bei ihrer Gerissenheit ist es nicht so ganz einfach, ihr auf die Schliche zu kommen. zudem verdichten sich ja auch die Anzeichen auf einen in Berlin unmittelbar bevorstehenden Anschlag. Hier, sozusagen vor ihrer eigenen Haustür, kann Allison sich ja auch noch einmal positionieren, um ihre eigene Stellung zu sichern. Sie ist also weiterhin an Bord, obwohl ihr eigentlich kaum noch jemand glaubt. Die Tatsache, dass ja irgendwie auch noch der Auftragsmord an Carrie in das Postfach in Potsdam gekommen sein muss, wird derweil auch überhaupt nicht untersucht. Es liegt natürlich auch Dringenderes an.

Die Anzeichen in Homeland stehen auf Sturm

Was natürlich Otto mit seiner Taktik, gegen Carrie zu opponieren, vorhat, das weiß man nicht so genau. Jedenfalls kommt jemand in seine Stiftung, den man natürlich gegen Unrecht verteidigen will, der aber dennoch mehr weiß, als man gut verschweigen kann. Das führt zu einer ganzen Reihe von Disputen zwischen den beteiligten Parteien, an deren Ende im Prinzip die Überstellung des Zeugen steht, ohne dass die vorher gemachten Garantien etwas zählen würden. Während jetzt aber Saul und Carrie Allison noch aus guten Gründen für schuldig halten, ist es bei Dar Adal anders. Allison ist daher weiterhin im Team der Ermittelnden eingeschlossen. Für Saul und Carrie ist das genau so ein Unding wie für das Publikum. Aufgrund eines Hinweises der Entführer von Quinn wird dieser leblos aufgefunden. Aber bereits an dieser Stelle "Ende gut, alles gut" zu konstatieren, wäre in der Tat verfrüht. Das wird sich in der folgenden Episode von Homeland wahrscheinlich noch früh genug zeigen.

Homeland 5x11 Das Ziel ist Berlin / Our Man in Damascus

In der vorliegenden Episode von Homeland laufen die verschiedenen Stränge auf ziemlich rasante Weise immer weiter zusammen. Das ist nicht ganz unerheblich für den Fortgang der ganzen Geschichte. Wir wissen ja mittlerweile einiges über Art und Ziel des geplanten Anschlages und über die Zweifel, die Quinn auch schon bei einem der Gruppe säen konnten. Als es aber darum geht, die konkreten Informationen zu gewinnen, die eine mögliche Tatausführung noch verhindern könnten, wird eine unglückliche Aktion nach der anderen durchgeführt. Am Ende sterben dort auch viel zu viele Menschen, und andere werden gefährdet. Nachdem man am Anfang der Folge von Homeland ja langsam auf die Spur von Quinns Folterversteck kommt, hat man aber nur noch wenig Hoffnung, ihn zu befreien. Mithilfe scharfen Nachdenkens und gewieften Computereinsatzes kann man aber mehrere mögliche Orte ausfindig machen. Dei abschließende Durchsuchung führt dann auch zum Ziel. Quinn ist befreit, aber er ist in einem schlechten Zustand.

Rücksicht wird bei Homeland auf niemanden genommen

Unter Tränen bedauerten ja Astrid und Carrie zunächst Quinns vermeintlichen Tod, aber das kann Carrie und Saul ja nicht davon abhalten, Quinn gegen den ausdrücklichen Rat und die Empfehlung des behandelnden Arztes aus dem künstlichen Koma aufwecken zu lassen. Um ihn zu befragen. Ja, und kriegen sie dann etwas aus ihm heraus? Nein, für all das gesundheitliche Risiko spuckt er nur etwas verklumptes Blut. Parallel dazu erhält Allison einen geradezu mörderischen Auftrag. Um ihr Vorhaben als Befragung eines möglichen Mitwissers zu tarnen, begibt sie sich auf Geheiß eines gegnerischen Geheimdienstes zu einem Hintermann des Attentates, und am Ende liegen drei Menschen in unterschiedlichen Geraden des Angeschossenseins beziehungsweise Erschossenseins im Zimmer herum. So kann sie auf allerdramatischste Weise eine Falschinformation streuen. Vorher wurde nun auch der von der Düringstiftung eigentlich betreute zeuge, der vielleicht Informationen hat, der CIA und dem BND übergeben. Auch hier endet der Versuch Informationen herauszupressen tödlich. Aber der Anschlag geht unerbittlich seiner Vollendung entgegen.

Homeland 5x12 Die letzte Illusion / A False Glimmer

In dieser Episode von Homeland gehen der deutsche und der englische Titel in Bezug auf ihre Vieldeutigkeit und die darin enthaltenen Andeutungen endlich einmal ein bisschen Hand in Hand. Aber es sind schon einige Illusionen, die einem da geraubt werden. Beziehungsweise werden diese Illusionen ja eher den Protagonistinnen und Protagonisten geraubt. Und vieles erscheint in der Tat nur als ein falscher Glanz. Zunächst ist es ja so, dass es Carrie in der tat gelingt, den Anschlag zu verhindern. Dass er nun ganz an einem anderen Orte stattgefunden hat, als es die Informationen weismachen sollten, die Allison Carr gestreut hat, wirft natürlich ein deutliches Licht auf die Art der Tätigkeit, die Allison nun in der Tat ausübt. Das bringt auch Ivan in eine missliche Lage, denn sein von Allison erdachter Schutzplan ist damit quasi in die Luft gesprengt. Allison soll als russische Agentin unter zwielichtigen Umständen in Sicherheit gebracht werden. Saul unterbreitet Ivan jedoch ein Angebot, das diesen vermutlich veranlasst, Hinweise auf Allisons Fluchtweg zu verraten. Parallel dazu wird Numan festgenommen und Laura Sutton zu einem Deal gebracht, der zwar Numan vor der Abschiebung schützt, die Veröffentlichung der Dokumente aber vollständig unmöglich macht.

Welche Richtung wird Homeland einschlagen?

Carrie erhält weiterhin zwei Angebote. Einmal möchte ihr Arbeitgeber Düring eigentlich, dass Carrie seine Partnerin werde, ein Angebot, das sie sich nochmal durch den Kopf gehen lassen soll. Eigentlich liebt sie doch Jonas, aber der hat alle Versuche als aussichtslos bezeichnet, irgendetwas neu anfangen oder reparieren zu wollen. Saul hätte sie hingegen gerne wieder als Kollegin zurück in Langley. Eigentlich hat er da auch schon alles eingefädelt. Aber Carrie lehnt dies schweren Herzens ebenfalls rundheraus ab. Ob ihr das aber so gelingen wird, das wird wohl erst in der kommenden Staffel enthüllt. Bis dahin wird man sich auch gedulden müssen, wenn man wissen will, was Carrie da im Krankenhaus mit Quinn vorhat, dessen Fingerpulsmessgerät sie abnimmt und an ihren eigene Finger steckt. Ob Quinn am Ende genau so wenig lebendig bleiben wird wie Allison?