Battlestar Galactica 2.04 Leben und Sterben / Resistance

Auf Caprica ist die Hölle los, das müssen Karl Agathon und Kara Thrace erfahren. Sie geraten bei ihren Streifzügen auf dem Planeten immer wieder in wüste Schießereien. Es gibt dort nämlich tatsächlich eine menschliche Widerstandsbewegung gegen die Besetzung durch die Zylonen, und eigentlich wäre das ja ein Grund zur ungeteilten Freude, jedoch ist anzumerken, dass diese zuallererst Widerstand gegen Karl und Kara leistet. Ja, wie ist denn die Sitaution zu meistern? Die beiden aufeinandertreffenden Gruppen denken ja zunächst einmal "ey, das sind ja Zylonen. Mann, bauen die die aber täuschend echt!" Und dann soll es zuerst ja einmal Fratzengeballer geben. Aber man schafft es dann doch zu erkennen, mit wem man es zu tun hat. Verbindende Kraft ist hier der Sport, nämlich über gemeinsam geteiltes Wissen. Aber nicht so vom Kaliber "Ey, wann war denn die Fußballweltmeisterschaft 2006?" oder so, sondern um monstermäßig insidermäßiges Wissen der Kategorie "ey, wer hat denn damals den André Pfastermann gefoult, als er im Entscheidungsspiel der Regionalliga West ganz allein vor dem Tor des PSV Lackhausen gestanden hat, und hat der dann später mit Nadja oder Natascha Günschmann herumgemacht?" Ja, und diese Frage können die Parteien eben zur gemeinsamen Zufriedenheit beantworten. Uff. Gerettet - oder so! Aber Konflikte hin, Kriegsgeschehen her: Kara Thrace verliebt sich in der Folge (wieder mal?), während Karl langsam immer mehr mit dem Gedanken Freundschaft schließt, dass Boomer, Cylon hin, Cylon her, vielleicht doch ganz in Ordnung ist. Schließlich funktionieren die beiden als Team eigentlich ganz gut, und die kleine Boomer ist doch auch ziemlich niedlich. Wobei: sie wird mit der Zeit auch immer mehr Wert darauf legen, eine Sharon und keine Boomer zu sein. Gleichzeitig wird die Luft auf der Galactica langsam immer dünner: das von Saul Tigh irgendwie närrischerweise verhängte Kriegsrecht kommt auf mittelfristige Sicht gesehen überhaupt nicht gut an. Und hinter den Kulissen gehen die Ränkespiele weiter: Gaius Baltar unternimmt einen gemeinen aber wirkungsvollen Schachzug, der Chierf Tyrol involviert und darauf baut, dass Cylon-Sharon ihn immer noch lieb hat. Das scheint zu klappen...!